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In Rheinland-Pfalz sind aus Anlass des Weihnachtsfestes 123 Gefangene entlassen worden. Das waren nach Angaben des Justizministeriums vier mehr als im vergangenen Jahr. Die Gnadenregelungen aus Anlass des Weihnachtsfestes hätten sich seit 1989 zu einer Tradition entwickelt. Die zuständige Staatsanwaltschaft prüfe jeden Fall, wer in Betracht komme. Das waren in diesem Jahr Häftlinge, deren Strafende in die Zeit vom 13. November bis zum 6. Januar 2020 fiel. Nach einer positiven Einzelfallprüfung wurden sie am 12. November vorzeitig entlassen. Ausgeschlossen sind zum Beispiel Gefährder oder Gefangene, die mit der vorzeitigen Entlassung nicht einverstanden sind, oder wenn Gründe der Fürsorge entgegenstehen. Wenn sie etwa mit einer Ausweisung oder Auslieferung rechnen müssen. Aber auch, wenn die Häftlinge während des Vollzugs oder einer Unterbrechung neue Straftaten begangen haben oder nach einem Ausgang mit erheblicher Verspätung zurückgekehrt sind.

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