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Die rheinland-pfälzische Landesregierung ruft Bürger dazu auf, Vorschläge für neue Welterbe-Anträge zu machen. Denn die Vorbereitungen der deutschen Bewerbungen für das Unesco-Welterbe ab 2024 laufen.

In Rheinland-Pfalz hätten sich laut Kulturministerium in den vergangenen Jahren bereits vier Initiativen gebildet, die eine Nominierung anstrebten: die Mosel und die Nahe als Kulturlandschaften, die Osteifel mit ihrem historischen Bergbaurevier und die Sayner Hütte als Industriedenkmal. Vorschläge für weitere mögliche Welterbestätten könnten ab sofort beim Kulturministerium eingereicht werden.

Das sind die vier pfälzischen Welterbestätten

Rheinland-Pfalz sei reich an kulturellem Erbe, sagte der rheinland-pfälzische Regierungsbeauftragte für das Welterbe, Staatssekretär Denis Alt (SPD). Das Land verfügt bereits über vier Welterbestätten: den Speyerer Dom, die römischen und mittelalterlichen Baudenkmäler von Trier, das Obere Mittelrheintal und die Überreste des Römischen-Germanischen Limes.

"Damit übernehmen wir Verantwortung, das Welterbe für unsere Nachwelt zu erhalten und allen Menschen zugänglich zu machen."

Denis Alt (SPD)

Diese Welterbe-Anträge laufen schon

Im Januar vergangenen Jahres reichte das Kulturministerium den Antrag bei der Unesco ein, Bad Ems an der Lahn als Teil einer Gruppe der berühmtesten europäischen Heilbäder zum Welterbe zu erklären.

Eine Entscheidung über den Antrag der "Great Spas of Europe" werde es frühestens im Sommer 2020 geben, hieß es damals. Außerdem bemüht sich Rheinland-Pfalz um eine Anerkennung der jüdischen "SchUM"-Städte Speyer, Worms und Mainz als Welterbe.

Zwei Bewerbungen pro Bundesland möglich

Die Kulturministerkonferenz hat nach Angaben des Ministeriums im vergangenen Herbst die Fortschreibung der sogenannten Tentativliste zum Unesco-Welterbe zum 1. Februar 2024 beschlossen. Auf diesen Listen sammeln Staaten ihre Vorschläge für weitere Welterbestätten.

Für die deutsche Tentativliste kann jedes Bundesland zwei Bewerbungen vorbringen. Bis zum 31. Oktober 2021 sollen die Länder ihre Vorschläge vorlegen. 2023 wird die Kulturministerkonferenz die neue Liste beschließen. Von dieser kann jeder Staat jährlich eine Nominierung gegenüber der Unesco einreichen.

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