Eine Frau sitzt während der Isolation nach einem positiven Corona-PCR-Test auf ihrem Bett. (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Einkäufe, Medikamente, Arbeitsutensilien

Was man für die Quarantäne braucht

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Wer als Corona-Infizierter oder als Kontaktperson in Quarantäne geschickt wird, ist am besten vorbereitet. Diese Dinge sollte jeder zu Hause haben, für den Fall, dass man sich isolieren muss.

Die Chancen in diesem Jahr in Quarantäne zu müssen, stehen gar nicht so schlecht - angesichts der sich rasant ausbreitenden Omikron-Variante des Coronavirus. Im besten Fall ist man vorbereitet, sollte man sich als Infizierter oder als Kontaktperson isolieren müssen.

Essensvorräte anlegen

Sich für eine mögliche Quarantäne Essensvorräte anzulegen, ist erstmal sinnvoll. Übertreiben sollte man es dabei aber nicht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor Hamstereinkäufen und rät stattdessen, erstmal zu schauen, was man schon vorrätig hat und dies zu benutzen.

Beim Anlegen eines Vorrats sollte darauf geachtet werden, dass die Lebensmittel eine gewisse Haltbarkeit haben. Damit ist aber nicht nur das sogenannte Dosenfutter aus Konserven gemeint. Die WHO rät, auf lang haltbares frisches Obst und Gemüse - wie zum Beispiel Zitrusfrüchte, Äpfel, Karotten, Kartoffeln und Kohl - zurückzugreifen. Damit Obst und Gemüse wirklich lange essbar bleiben, können sie auch eingefroren werden. Tiefkühlobst und -gemüse hat der WHO zufolge oft einen mit frischen Lebensmittel vergleichbaren Nährwert.

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Damit die Ernährung auch in der Quarantäne ausgewogen bleibt und der Körper genug Nährstoffe bekommt, rät die Gesundheitsorganisation außerdem zu Vorräten wie Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Nüssen, Eiern, Fischkonserven und fettarmer H-Milch.

Wen die Quarantäne dann aber doch unvorbereitet trifft, der sollte Freunde, Familienangehörige oder Nachbarn bitten, einkaufen zu gehen. Menschen, für die das nicht in Frage kommt, können sich Lebensmittel liefern lassen oder beim Gesundheitsamt nach Unterstützung fragen. Auch auf der Seite quarantaenehelden.org findet man Hilfe.

Hausapotheke auffüllen

Auch in Sachen Medikamente sollte man für eine mögliche Quarantäne vorsorgen. Petra Engel-Djabarian vom Apothekerverband Rheinland-Pfalz rät, "Medikamente, die man regelmäßig braucht, nicht zu knapp werden zu lassen". Die Hausapotheke sollte man ebenfalls auffrischen, Medikamente auf das Verfallsdatum prüfen und Dinge wie Desinfektionsmittel, Fieberthermometer und Verbandszeug zu Hause haben.

Für den Fall, dass man tatsächlich coronapositiv ist, rät die Expertin "Medikamente, die man im Umgang mit einer Infektion braucht" vorrätig zu haben - zum Beispiel Fiebermittel, Schmerzmittel, Schnupfenspray und Hustenpastillen. Wem aber etwas fehle, der könne den kontaktlosen Lieferservice vieler Apotheken nutzen, so Engel-Djabarian.

Haustiere versorgen

Wenn man Haustiere hat, sollte man vorzeitig klären, wer sich im Falle einer Quarantäne um sie kümmern könnte und zum Beispiel mit ihnen Gassi geht. Denn während der Quarantäne darf man das Haus nicht verlassen - ansonsten droht ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro. Ausnahmen gelten nur, wenn Balkon, Terrasse oder Garten vorhanden sind, die direkt an die Wohnung bzw. ans Haus angrenzen und höchstens noch von Angehörigen des eigenen Hausstands genutzt werden.

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Wer also einen direkten Gartenzugang hat, kann Hund oder Katze weiter dort rauslassen. Alle anderen müssen dafür sorgen, dass jemand das Tier regelmäßig zum Gassigehen abholt oder dauerhaft für die Zeit der Quarantäne bei sich aufnimmt. Im Notfall können Tiere auch vorübergehend in einem Tierheim untergebracht werden.

Arbeitsmöglichkeit sicherstellen

Nur wer von seinem Arzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt bekommt oder seiner Tätigkeit von zu Hause nicht nachgehen kann, muss während der Quarantäne nicht arbeiten. Für den Fall, dass man symptomfrei infiziert oder als Kontaktperson in Quarantäne ist, sollte man deswegen zu Hause alles fit machen fürs Homeoffice.

Seelische Gesundheit bedenken

Die Abschottung in der Quarantäne kann mitunter ganz schön belastend sein. Es schadet deswegen nicht, sich bereits im Voraus Gedanken zu machen, wie man während einer solchen Isolation seine seelische Gesundheit pflegen kann. Das Telefonieren mit Freunden und Familie, eine geregelte Tagesstruktur und Heimsport können helfen. Eine weitere Anlaufstelle für Betroffene kann die Telefonseelsorge sein.

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SWR