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Es kommt vorerst weniger Corona-Impfstoff nach Rheinland-Pfalz als zunächst geplant. Bereits geplante Impftermine müssen deshalb verschoben werden.

Dabei geht es um 30.000 bereits vereinbarte Termine für Erstimpfungen in den Impfzentren. Das hat der Impfkoordinator des Landes, der Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium Alexander Wilhelm (SPD), dem SWR gesagt.

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Grund für die Verschiebung seien die Lieferengpässe. Das Land werde vom Hersteller Biontech/Pfizer etwa 30.000 Impfdosen weniger als zugesagt erhalten. Das bedeute, dass Impftermine, die ab Mitte kommender Woche vereinbart sind, um drei Wochen verschoben werden müssten.

Verschiebung der Impftermine für Rheinland-Pfalz "eine Katastrophe"

"Zweitimpfungen finden weiterhin statt", versicherte der Impfkoordinator. Dies habe Vorrang, damit die Menschen den vollständigen Impfschutz erhielten. Die Verschiebung der Impftermine nennt Wilhelm eine "Katastrophe für die Menschen, für die Gesellschaft und auch für das Land". Man könne das Impfangebot in der geplanten Form nicht aufrecht erhalten, weil der Bund seine Lieferzusagen nicht einhalten könne.

Neue Impftermine drei Wochen später

Rheinland-Pfalz werde betroffenen Bürgern, die bereits einen Impftermin haben, unmittelbar einen neuen Termin mitteilen. Diese Informationen würden per Brief und per Mail verschickt, sofern die Mailadresse vorliege, erklärte Wilhelm. Als erstes von der Verschiebung betroffen sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums voraussichtlich Termine für die Erstimpfung, die ursprünglich Mitte kommender Woche stattfinden sollten. Diese sollen dann mit einer Verspätung von drei Wochen nachgeholt werden.

Unklarheit zu Impfstoff-Lieferungen nach dem 15. Februar

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe die Länder am Freitag kurzfristig über Kürzungen der Impfstofflieferungen informiert. Leider gebe es immer noch keine Planungs- und Liefersicherheit über den 15. Februar hinaus, kritisierte der Impfkoordinator.

Mobile Impfteams weiter in Alten-und Pflegeheimen unterwegs

Wilhelm hob hervor, auch in den kommenden Wochen sei es sichergestellt, dass die besonders schützenswerte Gruppe der älteren Menschen in Alten- und Pflegeeinrichtungen von den mobilen Impfteams geimpft werden könne. Das gelte auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtungen.

Hintergrund der geringeren Liefermengen sind Umbauten im belgischen Pfizer-Werk in Puurs, die höhere Produktionskapazitäten schaffen sollen. Bund und Länder hatten die kurzfristige Information darüber kritisiert.

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