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Die Corona-Pandemie hat 2020 alle Bereiche des Lebens beeinflusst, so auch die Mobilität. Es gab deutlich weniger Verkehrsunfälle und die Zahl der getöteten Verkehrsteilnehmer ist auf einen historischen Tiefstand gesunken.

"Die Verkehrsunfallbilanz für das Jahr 2020 spiegelt einen durchweg positiven Trend wider", so Innenminister Roger Lewentz (SPD) bei der Vorstellung der Zahlen am Donnerstag in Mainz.

Noch nie gab es so wenige Verkehrstote im Land, wie im vergangenen Jahr. 128 Menschen sind infolge von Unfällen 2020 innerhalb der Landesgrenzen gestorben und damit 16,3 Prozent oder 25 Menschen weniger als 2019. Auch die Zahl der Unfälle sank um rund 15 Prozent auf nun gut 124.000.

Ausnahmejahr auch wegen Corona

Jeder Unfall sei natürlich einer zuviel, so Minister Lewentz. Aber die positive Entwicklung zeige, dass die Verkehrssicherheitsarbeit als dauerhaftes Ziel der Landesregierung diesen Trend nachhaltig stütze. Allerdings sei 2020 sicher ein Ausnahmejahr, da es in Folge der Corona-Pandemie natürlich ein geringeres Verkehrsaufkommen gab.

Trauriger Rekord im Jahr 1971

1971 starben in Rheinland-Pfalz noch 1.241 Menschen auf rheinland-pfälzischen Straßen. Das Jahr markierte den traurigen Rekord in den vergangenen 70 Jahren. Seit 2015 liegt die Zahl der Getöteten konstant unter 200.

Auch Zahl der Verletzten geht zurück

Auch die Zahl der schwer- und leichtverletzten Verkehrsteilnehmer ging 2020 deutlich zurück. 3.068 Menschen verletzten sich schwer und damit 12,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei den Leichtverletzten ging die Zahl um 11,5 Prozent auf 13.511 Menschen zurück. Insgesamt verunglückten 16.707 Menschen im Straßenverkehr. Im Vergleich zu den 18.950 im Jahr 2019 ist das ein Rückgang um 11,8 Prozent.

Weniger Kinder im Straßenverkehr verunglückt

Erheblich abgenommen hat 2020 auch die Zahl der verunglückten Kinder auf 971 (minus 22,2 Prozent), vor allem auf dem Schulweg (minus 39,5 Prozent). Ein Kind verstarb in Folge eines Verkehrsunfalles. Ein Schwerpunkt der Präventionsarbeit liegt laut Lewentz weiterhin darin, Kinder im Straßenverkehr zu schützen. Dazu gehörten die praktische Radverkehrsausbildung, das landesweite Angebot der Polizeipuppenbühnen, die gezielte Verkehrsüberwachung der Kindersicherung im Fahrzeug und die Aufklärungsaktionen über die sogenannten Elterntaxis.

Mehr Unfälle bei Rad- und Pedelec-Fahrern

Während im Jahr 2020 die Unfall- und Verletztenzahlen bei den Radfahrern zugenommen haben, hat sich die Zahl der bei Unfällen getöteten Radfahrer auf zehn halbiert. Deutlich zugenommen haben auch die Unfall- und Verletztenzahlen bei den Pedelec-Fahrern. Sie stiegen um 30 beziehungsweise 36 Prozent.

Neben der Verkehrsüberwachung bleibe die Prävention und Verkehrssicherheitsarbeit ein zentrales Element, um auch künftig die Unfallzahlen und vor allem auch die Zahlen der Unfallopfer weiter zurückzudrängen. "Schulungsangebote und der Einsatz von haupt- und ehrenamtlichen Verkehrssicherheitsberatern stehen dabei an erster Stelle", so Minister Lewentz.

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