Verbraucherzentrale: Viele Beschwerden zu Energiepreisen (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Verbraucherzentrale RLP informiert

Viele Beschwerden über Energiepreise - oft zu Recht

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Bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz beschweren sich gerade überdurchschnittlich viele Menschen zum Thema Energieversorgung – dabei geht es unter anderem um teils drastische Preiserhöhungen. Die Berater empfehlen allen Betroffenen, sich zu wehren.

Die Preiserhöhungen bei Strom und Gas fallen derzeit oft sehr hoch aus, doch sie sind nicht immer berechtigt: Vor allem bei Verträgen mit Preisgarantie ist eine solche Preiserhöhung unzulässig, meint die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Extreme Abschlagserhöhung kann bei Pleite zu hohem Verlust führen

Manche Anbieter wollten auch die Abschlagszahlungen extrem erhöhen. Bei einer möglichen Pleite eines Anbieters könnten Kunden dann aber unnötig viel Geld verlieren. Die Verbraucherschützer kritisieren auch, dass einige Energieversorger Kunden einfach nicht mehr beliefern würden oder Verträge ihrerseits vor Ende ihrer Laufzeit kündigten, würden. Hier können Betroffene möglicherweise Schadenersatz fordern.

Höhere Grundversorger-Preise als bei Bestandskunden

Und eine weitere Praxis mancher Strom- oder Gaslieferanten sorgt für Kritik: Wer nach einer Kündigung in die Grundversorgung des örtlichen Energieanbieters fällt, soll oft höhere Preise zahlen als die Bestandskunden. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hält das für nicht zulässig. Sie rät, die Unternehmen anzuschreiben und sich zu beschweren – zum Beispiel mit Hilfe von Musterbriefen auf ihren Internetseiten.

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Im Dezember ist die Inflationsrate auf 5,3 Prozent gestiegen. Unter anderem sind etwa die Preise für Benzin und Gas spürbar in die Höhe geschnellt. Jutta Kaiser aus der SWR-Wirtschaftsredaktion erwartet nicht, dass die Preise bald sinken. Die Erhöhung der Strompreise schlage erst jetzt richtig durch und trifft die Verbraucher in diesem Jahr. Auch der CO2-Preis ist Anfang Januar gestiegen, das betrifft neben den Strompreisen auch Gas, Benzin und Diesel. Ein weiterer Faktor seien die Lieferkettenprobleme, welche noch länger bestehen werden.

Grund zur Hoffnung auf sinkende Preise?

Die SWR-Wirtschaftsredakteurin sieht aber auch Grund zur Hoffnung: Statistische Effekte stellten die momentanen Preissteigerungen etwas überspitzt dar, denn die Preise würden immer mit denen des Vorjahres verglichen werden. 2020 war allerdings ein vergleichsweise günstiges Jahr, 2021 ein teures Jahr. Zwei Extreme treffen in diesem Vergleich also im Moment aufeinander. Durch sinkende Nachfrage (zum Beispiel durch mehr Homeoffice) könnte zumindest der Spritpreis auch wieder sinken. Sehr sicher ist: So stark wie zwischen 2020 und 2021 werden die Preise nicht mehr steigen.  

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SWR