Omikron, Kontaktbeschränkungen, steigende Inzidenzzahlen: Gerade deswegen sehnen sich viele Rheinland-Pfälzer nach einem Traumurlaub 2022. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Kay Nietfeld)

Winter- und Osterferien in Pandemiezeiten

Urlaub 2022 trotz Omikron: Einreise und Corona-Regeln

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Omikron, Kontaktbeschränkungen, steigende Inzidenzzahlen: Was ist 2022 eigentlich möglich? Wir haben die Corona-Regeln der beliebtesten Reisegebiete zusammengefasst.

In Rheinland-Pfalz starten am Montag, den 21. Februar, die Winterferien. Urlaubsreife Rheinland-Pfälzer haben durch die Wochenenden, den angrenzenden Rosenmontag und Faschingsdienstag über elf Tage Urlaubszeit.

Viele Urlaubsländer gelten aktuell als Hochrisiko-Gebiete. Das Auswärtige Amt rät von touristischen Reisen in diese Gebiete ab, jedoch gilt kein Reiseverbot.

Wer sich spontan zum Beispiel für einen Skiurlaub entscheidet, muss dann auch recht flexibel planen. Die aktuelle undurchsichtige Corona-Lage sorgt für ständig wechselnde Corona-Regeln - vor allem in den Skigebieten. Wir haben die unterschiedlichen Regeln zusammengefasst (Stand: 10.1.22):

Absicherung bei Corona

Das sind die Regeln in Deutschland

In Rheinland-Pfalz wird zum Beispiel derzeit am Erbeskopf im gesamten Bereich mit der 2G-Regel (geimpft oder genesen) geplant. Außerdem müssen sich Besucherinnen und Besucher vorab online registrieren.

In Baden-Württemberg gilt die 2G-Plus-Regelung. Seilbahnen sind also nur für Geimpfte und Genesene offen, die einen negativen Test vorzeigen können. Allerdings sind zum Beispiel Menschen mit Boosterimpfung ausgenommen.

In Bayern wiederum brauchen Geimpfte und Genesene aktuell keinen zusätzlichen Schnelltest. Anlagen dürfen allerdings nur zu einem Viertel ausgelastet sein. Bei Inzidenzen über 1.000 gelten strengere Regelungen - Sportstätten müssen dort schließen - oder dürfen gar nicht erst öffnen.

In Nordrhein-Westfalen gilt im Skigebiet Winterberg derzeit überall 2G, außer für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre.

Prinzipiell gelten in Deutschland in allen Liften Maskenpflicht und Abstandsgebot.

Das sind die Regeln in Österreich

Für Ungeimpfte gelten in Österreich weiterhin ganztägige Ausgangsbeschränkungen. Hotels und Restaurants dürfen nur nach der 2G-Regel Gäste empfangen. Après-Ski-Lokale bleiben bis auf Weiteres geschlossen.

Zudem hat Österreich seine Einreisebestimmungen massiv verschärft. Vollständig geimpfte und genesene Einreisende müssen einen PCR-Test (max. 72 Stunden) oder eine Booster-Impfung nachweisen können. Außgenommen davon sind Kinder unter 12 Jahren, die mit einem Erwachsenen einreisen.

Rückkehrende aus Österreich brauchen keine digitale Einreiseanmeldung auszufüllen und müssen aktuell nicht in Quarantäne. 

In Österreich gilt an Liften und Seilbahnen die 2G-Regel - also geimpft oder genesen. Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr sind ausgenommen.

An den Gondeln, Zugängen bei den Liften und Sesselliften mit Haube gilt aktuell eine FFP2-Maskenpflicht ab 15 Jahren. Bei Kindern zwischen 7 und 14 Jahren ist ein Mund-Nasen-Schutz ausreichend.

Das sind die Regeln in der Schweiz

Das auswärtige Amt hat für die Schweiz eine Reisewarnung ausgesprochen. Das Land gilt als Hochrisiko-Gebiet. Vor der Einreise muss ein Einreiseformular ausgefüllt werden. In der Schweiz benötigen alle Einreisenden einen negativen Test (PCR-Test, max. 72 Std. alt, oder Antigen-Schnelltest, max. 24 Std. alt). Ungeimpfte müssen zudem nach vier bis sieben Tagen einen weiteren negativen Test vorweisen. Unter 16 ist kein Nachweis nötig. Wer nicht unter die 2G-Regel fällt, muss zwischen dem vierten und siebten Urlaubstag einen weiteren Coronatest machen. Einreisende aus Bayern und Baden-Württemberg müssen keinen Test vorweisen und kein Einreiseformular ausfüllen.

In allen geschlossenen Berg- und Seilbahnen, Skiliften und Sesselbahnen sowie in geschlossenen Stationsgebäuden und Wartezonen muss eine Maske getragen werden. Einen 2G-Nachweis brauchen in den Skigebieten der Schweiz nur Menschen über 16 Jahre, die ein Restaurant besuchen. Im Skigebiet Samnaun und Fideriser Heuberge gilt überall die 2G-Regel.

Das sind die Regeln in Italien

Italien gilt seit 1. Januar als Hochrisiko-Gebiet. In dem Land gelten verschärfte Einreisebestimmunen: Geimpfte und Genesene benötigen zusätzlich einen negativen Corona-Test. Ungeimpfte müssen trotz Test für fünf Tage in Quarantäne.
Ein Einreiseformular ist nötig.

In den Skigebieten mit offenen Ski- und Sessellifts können Liftkarten gekauft werden, ohne einen Test vorzulegen. An den anderen Seilbahnen gilt die 3G-Regel - alle ab 12 Jahren müssen eine Impfung, Genesung oder einen Test nachweisen. Auch in Zügen und Hotels gilt die 3G-Regel. In Restaurants und Hütten gilt 2G.

Außerdem gilt ein Sicherheitsabstand und ab einem Alter von sechs Jahren eine Maskenpflicht. Mit steigenden Zahlen in Italien sollten die aktuellen Regelungen vor Anreise überprüft werden.

Das sind die Regeln in Frankreich

Frankreich wurde als Hochrisiko-Gebiet eingestuft. Es gilt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts. In Frankreich müssen Wintersportler eine Impfung, Genesung oder einen negativen Test nachweisen. Ein Einreiseformular ist nötig. In Seilbahnen und Warteschlangen gilt eine Maskenpflicht ab 11 Jahren.

Das sind die Regeln auf den Kanaren

Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote werden als Hochrisikogebiet eingestuft. Es gilt eine Reisewarnung.

Vor dem Abflug auf die Kanaren muss für die Einreise ein digitales Gesundheitsformular ausgefüllt werden. Der erzeugte QR-Code muss bei der Ankunft vorgelegt werden. Geimpfte und Genesene brauchen zur Einreise keinen Test. Ungeimpfte benötigen entweder einen PCR-Test (max. 72 Stunden) oder einen Antigen-Schnelltest (max. 48 Stunden). Auch bei der Rückreise müssen ungeimpfte Personen einen PCR- oder Antigen-Schnelltest vorlegen (beide Tests max. 48 Stunden alt).

Auf der Straße darf kein Alkohol konsumiert werden. Zudem gilt ab 22 Uhr für den Einzelhandel ein Alkohol-Verkaufsverbot. Außerdem ist das Rauchen beim Gehen komplett untersagt.

Auf Teneriffa, Gran Canaria und Fuerteventura gilt aktuell Alarmstufe rot. Das heißt, im öffentlichen und privaten Raum dürfen sich maximal sechs nicht zusammenlebende Personen treffen. In Restaurants, Cafés, Bars und Nachtclubs gilt die 3G-Regel. An Stränden dürfen sich nur Gruppen bis zu sechs Personen aufhalten.

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Oster- und Sommerferien

Wer auf den Winterurlaub verzichtet, aber in den Oster- oder Sommerferien in die Ferne möchte, der sollte sich dieses Jahr besser früher als später um die Planung kümmern.

Das sind die Regeln in der Türkei

Beliebtestes Ziel für die Monate April und Mai ist die Türkei, insbesondere die türkische Südküste. Derzeit ist die Türkei als Hochrisikogebiet eingestuft. Alle Flugreisenden über zwölf Jahre müssen innerhalb von 72 Stunden vor der Reise ein elektronisches Formular des türkischen Gesundheitsministeriums ausfüllen. Für geimpfte Personen gelten keine weiteren Einschränkungen bei der Einreise. Ungeimpfte Reisende benötigen einen negativen PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden) oder einen negativen Antigen-Test (nicht älter als 48 Stunden).

Das sind die Regeln auf Mallorca

Spanien gilt als Hochrisiko-Gebiet, es gilt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts. Auf Mallorca, gelten wie auch auf dem spanischen Festland folgende Regeln: Vor dem Abflug muss für die Einreise ein digitales Gesundheitsformular ausgefüllt werden. Geimpfte und genesene Personen müssen keinen Test zur Einreise vorlegen. Ungeimpfte benötigen einen PCR-Test (maximal 72 Stunden alt) oder Antigen-Schnelltest (maximal 48 Stunden alt).

Das sind die Regeln in Griechenland

Griechenland gilt als Hochrisikogebiet, es gibt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts. Wen es zu den traumhaften Stränden von Griechenland zieht, der muss vor Abflug einen negativen PCR-Test (max. 72 Stunden) oder einen Schnelltest (nicht älter als 24 Stunden) vorweisen. Dies gilt für alle Reisenden ab fünf Jahren, unabhängig davon, ob sie geimpft sind oder nicht. Die Regelung gilt zunächst bis zum 24. Januar. In dem Land mit knapp elf Millionen Einwohnern werden derzeit gut 35.000 Neuinfektionen täglich registriert.

Corona? Das sind die Möglichkeiten zur Absicherung

Jennifer Kaiser von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz rät, genau hinzuschauen, welche Absicherungen im Falle von Corona angeboten werden. "Generell empfehlen sich für 2022 vor allem Pauschalreisen. Denn in der Regel sind Urlauber hier besser abgesichert. Und sie werden teilweise gleich mit kostenlosen Stornierungen und Corona-Versicherungen angeboten."

Aktuell werben so gut wie alle Anbieter mit besonderen Stornierungsmöglichkeiten - sogenannten "Flex-Tarifen", mit denen bis kurz vor Urlaubsantritt Reisen storniert oder umgebucht werden können. Wichtig ist - das empfiehlt auch die Verbraucherzentrale, ganz genau ins Kleingedruckte zu schauen. Für welchen Zeitraum gilt denn die Stornierung? Gibt es versteckte Extra-Kosten? Bei Pauschalreisen gilt in jedem Fall: Eine Stornierung ist möglich, wenn es Reisewarnungen durch das Auswärtige Amt für das Urlaubsland gibt.

Eine weitere Option ist die Reiserücktrittsversicherung. Diese kann für Familien mit kleinen Kindern oder für Seniorinnen und Senioren eine gute Absicherung im Fall eines positiven Corona-Tests sein. Allerdings muss hier auch das Kleingedruckte genau gescannt werden.

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