STAND

Heute drohen örtlich weitere Unwetter mit Gewittern und Starkregen. Regenmengen wie vor einer Woche soll es aber längst nicht geben.

Laut Deutschem Wetterdienst treten am Nachmittag und Abend vermehrt Schauer und Gewitter in Rheinland-Pfalz auf. Dabei sind lokal eng begrenzt Unwetter durch heftigen Starkregen mit Mengen zwischen 25 und 40 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich; in mehreren Stunden können örtlich auch um 60 Liter pro Quadratmeter fallen. Der Unwetterwarnung zufolge sind vereinzelt auch Sturmböen um 80 km/h, in der Pfalz auch schwere Sturmböen um 95 km/h und Hagel mit Korngrößen bis 2 cm möglich.

Rheinland-Pfalz

Starkregen und Überschwemmungen Hochwasser-Live-Blog in RLP: THW-Helfer bei Hochwasser-Einsatz verletzt

Mehr als zwei Wochen nach der Hochwasserkatastrophe kommen die Aufräumarbeiten voran. Während in manchen Gemeinden wieder ein fast normales Leben möglich ist, ist es in anderen noch ein langer Weg bis dahin. Hier die aktuelle Lage:  mehr...

Der Katastrophenschutz warnt mit Blick auf die von der Flutkatastrophe betroffenen Gebiete besonders mit Überflutungen im Ahrtal. Stärker betroffen von dem Starkregen sind demnach die Ortschaften Schuld, Insul und Dümpelfeld. Auch in der Stadt Bad Neuenahr und der Ortsgemeinde Müsch könnte es zu überfluteten Straßen kommen.

Auch unter anderem in der Vulkaneifel, im Kreis Bitburg-Prüm und im Kreis Trier-Saarburg warnt der Wetterdienst vor Gewittern.

Geringere Regenmenge erwartet

Den Angaben zufolge ist die Wetterlage aber nicht vergleichbar mit der vor einer Woche. Damals waren an einem Tag in den Katastrophengebieten im Norden von Rheinland-Pfalz 150 bis 200 Liter Wasser pro Quadratmeter gefallen.

Dennoch könnten natürlich wieder Keller volllaufen und Straßen überspült werden. Vorsicht sei vor allem dort geboten, wo die Böden durch das Unwetter vor einer Woche noch sehr aufgeweicht seien und viele Hänge kurz vor dem Abrutschen stünden. Es könne leicht neue Erdrutsche geben, aber auch kurzzeitig ansteigende Flusspegel.

Video herunterladen (9,1 MB | MP4)

Trümmer und verstopfte Kanalisation als Gefahren

Nach Angaben des Landesfeuerwehrverbands wurde schweres Gerät in die Region geschickt, um im Notfall unmittelbar einschreiten und Wege passierbar machen zu können. Die gute Nachricht sei, dass die Uferbereiche bereits in großen Teilen geräumt seien, sagte der Präsident des Verbandes, Frank Hachemer, im SWR. Menschen seien deswegen unmittelbar möglicherweise nicht mehr betroffen. Allerdings gebe es weiter viele Trümmer, die sich verfangen könnten.

Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier rechnet nach aktuellen Hochrechnungen damit, dass es durch die neuen Unwetter an der Ahr "maximal zu einem zweijährigen Hochwasser" kommen könne. Wegen verstopfter Kanalisation könne sich Wasser anstauen.

Gesättige Böden könnten Problem werden

Die Einsatzleitung in den rheinland-pfälzischen Katastrophengebieten kündigte an, die Wetterprognose im Auge zu behalten. Die Böden im Katastrophengebiet seien gesättigt, warnte Katastrophenschutzinspekteur Heinz Wolschendorf.

Auch am Sonntag wechselhaft

Auch am Sonntag werde es keine wesentliche Wetteränderung geben, sagte Schwarz. Es bleibe wechselhaft mit dichten Wolken und Sonnenschein. Dazu gebietsweise Schauer und Gewitter und weiterhin Potenzial für lokale Unwetter. Allerdings sei die Gefahr von Unwettern im Westen geringer als im Osten.

Am Montag dann fließe kühlere Luft in die Westhälfte Deutschlands. Das führe dazu, dass die Gefahr für Unwetter in Rheinland-Pfalz geringer werde.

Rheinland-Pfalz

Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz Wie werden die Menschen in Rheinland-Pfalz vor Unwettern gewarnt?

Die Schäden der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz sind noch allgegenwärtig - und da stellt sich besonders die Frage: Wie können sich die Menschen über künftige Unwetter in ihrer Region informieren?  mehr...

Ahrweiler

Viele Orte im Ahrtal schwer erreichbar Ausmaß der Hochwasser-Schäden an Straßen, Brücken und Schienen noch unklar

Auch sieben Tage nach der Unwetterkatastrophe hat das Land Rheinland-Pfalz keinen genauen Überblick darüber, wie viele Straßen und Brücken rund um das Ahrtal zerstört wurden.  mehr...

Rheinland-Pfalz

Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz Auch Andrang von Helfern muss organisiert werden

Die Flut in Rheinland-Pfalz hat auch eine Flut der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Aber neben Dankbarkeit gibt es auch Frust bei Betroffenen und Helfern. Behörden und Organisationen bemühen sich um eine bessere Organisation.  mehr...

Bad Neuenahr-Ahrweiler

Hochwasser-Katastrophe in Rheinland-Pfalz Zahl der Toten im Norden des Landes steigt auf 132

Die Zahl der Menschen, die bei der Flutkatastrophe im Norden von Rheinland-Pfalz ums Leben gekommen sind, ist auf nun 132 gestiegen. Das hat die Polizei am Freitag mitgeteilt.  mehr...

Dernau

Die Stunden mit der Flut im Ahrtal Flucht aufs Dach: Wie eine Rentnerin aus Dernau dem Hochwasser entkam

Es war eine Flutwelle von der Quelle bis zur Mündung der Ahr, es gibt keinen Ort, der nicht betroffen ist. Unendlich viele Schicksale sind damit verbunden. Eines davon ist das von Monika Dewald aus Dernau, stellvertretend für so viele.  mehr...

STAND
AUTOR/IN