Studierende gehen über den Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow)

Heizung runter - verkürzte Öffnung

Wie die Universitäten in RLP Energie sparen wollen

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Niedrigere Raumtemperaturen und verkürzte Öffnungszeiten: Die Hochschulen in Rheinland-Pfalz bereiten sich mit Energiesparmaßnahmen auf Herbst und Winter vor.

An der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern sollen Hörsäle und Seminarräume künftig nur noch bis auf 20 Grad Raumtemperatur geheizt werden. Zudem solle mit einer Kampagne an der Uni über energiebewusstes Verhalten aufgeklärt werden. Den jährlichen Energiebedarf beziffert die TU auf den einer Kleinstadt mit 16.000 Einwohnern. "Heute liegen die Mehrkosten für die Energieversorgung unserer Universität im Vergleich zum Vorjahr bei über zehn Millionen Euro - Tendenz steigend", erklärte die TU Kaiserslautern. Das seien sieben Prozent des gesamten Budgets.

Uni Trier denkt über verkürzte Öffnungszeiten nach

Auch an der Uni Trier wird überlegt, ab dem Herbst die Raumtemperatur zu senken. Verkürzte Öffnungszeiten sind ebenfalls ein Thema, wie die Hochschule mitteilte. Zudem sei bereits in der Vergangenheit der Energieverbrauch kontinuierlich gesenkt worden. "Es wurden Photovoltaik-Anlagen errichtet, eine weitere wird in diesem Jahr gebaut, fertige Konzepte für Erweiterungen liegen vor", teilte die Uni mit.

An der Universität Koblenz-Landau wurde bereits vor zwei Jahren ein Energiesparprojekt entwickelt. Dieses werde nun umgesetzt, berichtete die Hochschule. "Eine wichtige Maßnahme ist dabei der Einsatz möglichst energieeffizienterer Anlagen, zum Beispiel Heizungen." An der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz bestehen den Angaben nach ebenfalls schon seit Jahren Maßnahmen für einen sparsamen Energieverbrauch.

Hochschulen bereiteten sich auf Energieengpässe vor

Ganz grundsätzlich würden sich die Hochschulen in Rheinland-Pfalz auf Energieengpässe vorbereiten, sagte der Vorsitzende der Landeshochschulpräsidentenkonferenz, Michael Jäckel, der auch Präsident der Trierer Uni ist. Dabei gehe es um Szenarien, wie Vorlesungen, Seminare und andere Veranstaltungen mit einem möglichst effizienten Energieeinsatz gehalten werden können.

Langfristig lasse sich durch energetische Sanierung Energie einsparen. An den Gebäuden der Universitäten und Hochschulen habe jedoch der Zahn der Zeit teilweise so kräftig genagt, dass substanzielle Sanierungen erforderlich seien, so Jäckel. Hier mahnten die Präsidentinnen und Präsidenten ein höheres Tempo und eine Ausweitung der Sanierungsmaßnahmen an.

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