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Die Polizei prüft mehr als 200 mögliche neue Hinweise auf den Verursacher eines tödlichen Unfalls vor zwei Jahren auf der A8 bei Zweibrücken. Darunter seien auch "konkrete Hinweise".

Der Unfall, bei dem ein 13-Jähriger ums Leben kam, war am Mittwoch Thema in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst". Unter den mehr als 200 Hinweisen von Fernsehzuschauern, sind nach Angaben der Polizei Zweibrücken viele bereits bekannte, aber auch neue konkrete Hinweise.

Namen und Kennzeichenfragmente genannt

Einige Zuschauer der Fernsehsendung hätten Namen ins Spiel gebracht oder auch Kennzeichenfragmente genannt, die zum Auto des Unfallverursachers passen könnten. Diese Hinweisen müsse die Polizei in Zweibrücken nun überprüfen, was einige Zeit in Anspruch nehmen werde. Ob unter den neuen Hinweisen letztlich der entscheidende darunter ist, das sei zum jetzigen Zeitpunkt aber völlig unklar.

Der leitende Ermittler, Friedrich Pusse, war am Mittwochabend als Gast in der Sendung und hat erneut über den tödlichen Unfall auf der A8 bei Zweibrücken berichtet. Er appellierte an den mutmaßlichen Täter, sich zu stellen. Aber auch Personen, die etwas zu dem gesuchten Auto oder zum mutmaßlichen Täter selbst sagen können, sollten sich dringend bei der Polizei melden.

Folgenschwerer Unfall mit Fahrerflucht

Der 13-jährige Julian war am 1. Juli 2018 nachmittags mit seinem Stiefvater auf einem Motorrad auf der A8 unterwegs. Sie fuhren an diesem verkaufsoffenen Sonntag vom Outletcenter Zweibrücken kommend in Richtung Homburg. Etwa 800 Meter nach der Ausfahrt Zweibrücken-Ernstweiler geschah der verheerende Unfall. Ein Augenzeuge schilderte der SWR-Sendung Kriminalreport Südwest, wie sich ein weißes Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit genähert hat und immer dichter auf das Motorrad auffuhr - und letztlich mit hohem Tempo in das Zweirad hinein fuhr.

Der Fahrer habe nicht gebremst, sei nur kurz langsamer geworden und dann davongefahren. Der Motorradfahrer erlitt schwere Verletzungen, der Junge starb noch am Unfallort. Die Polizei sucht bis heute nach dem möglichen Unfallverursacher. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich beim Wagen des Flüchtigen um eine Mercedes E-Klasse handelt.

Neuer Versuch, Zeugen zu erreichen

Laut Gutachter kann es durchaus sein, dass der Wagen ohne einen Kratzer davongekommen ist. Lackproben am Motorrad konnten nicht genommen werden, weil es vollständig ausbrannte. Bereits im August 2018 hatte sich die Polizei über die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" an die Öffentlichkeit gewandt - und startete am Mittwochabend einen neuen Aufruf, der im Falle des Todes des 13-jährigen Julian zu wichtigen Hinweisen führen soll.

Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken hatte im März die Ermittlungen eingestellt, weil alle Hinweise abgearbeitet waren. Sollte es neue Hinweise geben, könnten die Ermittlungen aber wieder aufgenommen werden.

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