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Am Sonntag ist Unesco-Welterbetag. Rheinland-pfälzische Weltkulturerbestätten haben sich dafür besondere Aktionen einfallen lassen.

In Rheinland-Pfalz gibt es bisher vier Unesco-Weltkulturerbestätten: die römischen Monumente sowie Dom und Liebfrauenkirche in Trier, das Obere Mittelrheintal, den obergermanisch-raetischen Limes, dessen erste 75 Kilometer durch Rheinland-Pfalz verlaufen, und den Speyerer Dom. Außerdem ist die Vulkaneifel als Unesco Global Geopark anerkannt.

Mit diesen Titeln werden nach Angaben der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH "historisch, kulturell und landschaftlich herausragende Stätten" gewürdigt, die als "touristische Aushängeschilder im Land" gelten.

Der Unesco-Welterbetag, der traditionell am ersten Sonntag im Juni stattfindet, gibt die Möglichkeit, diese Stätten neu zu entdecken - in diesem Jahr allerdings pandemiebedingt in eingeschränktem Maß.

Digitale Führung im Speyerer Dom

Der Speyerer Dom beteiligt sich digital am Welterbetag. Geplant ist unter anderem eine Online-Führung um 14 Uhr, bei der erläutert wird, nach welchen Kriterien der Speyerer Dom im Jahr 1981 zum Welterbe erklärt wurde. Um 15 Uhr wird in einer Online- Präsentation gezeigt, wie jüdische Ansiedlungen im Mittelalter und der Dom zusammenhängen. Zudem werden eine Kinderbuchlesung und eine digitale Führung auf den Dachstuhl des Doms angeboten.

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Alle Online-Angebote sind kostenlos und ohne Anmeldung über die Internetseite des Doms erreichbar.

Der Speyerer Dom ist - zusammen mit dem in Worms und Mainz - das Hauptwerk der romanischen Baukunst in Deutschland. Er gilt als das größte und das wichtigste Denkmal dieser Zeit.

Online-Besuch in den Römerbauten in Trier

Auch in Trier finden viele Veranstaltungen coronabedingt nur im Internet statt. Porta Nigra, Kaiserthermen, Barbarathermen und Amphitheater können allerdings nach Voranmeldung individuell besucht werden. Zum Unesco-Welterbetag werden auch digitale Führungen zum Thema römische Kultur in der Porta Nigra und den Barbarathermen angeboten. Zum Amphitheater wurde eine digitale Tour speziell für Kinder entwickelt.

Das römische Stadttor Porta Nigra in Trier (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Peter Schickert)
Sehr lebending ist die römische Geschichte immer noch in Trier. Die Stadt wurde im Jahre 17 vor Christus von den Römern gegründet. Die Basilika, die Kaiserthermen, das Amphitheater und die berühmte Porta Nigra zeugen von der einstigen Metropole des römischen Reichs. Sieben römische Bauten wurden in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen. Peter Schickert
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