Der Junge Nazar (l) und das Mädchen Oleksandra, zwei Kinder aus der Nähe von Kiew, spielen nach ihrer Ankunft in Berlin in einer extra eingerichteten Spielecke in einem Zelt am Hauptbahnhof, das als Erstanlaufstelle für Flüchtlinge dient. (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Krieg gegen die Ukraine

Wie RLP Schulen und Kitas auf Ukraine-Flüchtlinge vorbereitet

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In Rheinland-Pfalz kommen immer mehr Kinder und Jugendliche aus dem ukrainischen Kriegsgebiet an. Nach den schrecklichen Erlebnissen sollen sie hier die Schule und Kitas besuchen können - und das möglichst unkompliziert.

Das rheinland-pfälzische Bildungsministerium will den ukrainischen Kindern und Jugendlichen das Ankommen in Schulen und Kitas erleichtern. Ministerin Stefanie Hubig (SPD) sagte, derzeit "treffen wir mit allen Beteiligten - der Schulaufsicht, dem Pädagogischen Landesinstitut, dem Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung sowie den Kommunen - die Vorbereitungen dafür".

Sprach-Intensivkurse sollen angeboten werden

So sollen beispielsweise Deutsch-Intensivkurse und Ukrainisch als Herkunftssprachen-Unterricht angeboten werden. Zudem soll es ukrainischen Lehrkräften, die nach Rheinland-Pfalz kommen, ermöglicht werden, hier zu unterrichten. Allen kreisfreien Städten und Landkreisen sowie den Erstaufnahmeeinrichtungen soll Informationsmaterial geschickt werden. Für die Anmeldegespräche wird den Schulen zudem ein deutsch-ukrainischer Fragebogen zur Verfügung gestellt.

Fortbildungen zu Themen wie Trauma oder Krieg werden angeboten

Hubig zufolge baut auch das Pädagogische Landesinstitut seine Angebote weiter aus. Das Institut will zusätzlich Fortbildungen und Materialien zu Themen wie Trauma und Krieg sowie Sprachförderung anbieten, aber auch die Schulleitungen für die Herausforderungen weiterbilden.

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Die schulpsychologischen Beratungszentren stehen den Schulen ebenfalls bei Nachfragen zur Verfügung. "Wir alle arbeiten daran, den ukrainischen Kindern und Jugendlichen das Ankommen zu erleichtern und ihnen entsprechende Strukturen zu schaffen", so Hubig.

Geld für Kommunen und Aufnahmeeinrichtungen

Für die Unterbringung und Unterstützung geflüchteter Menschen aus der Ukraine stellt die rheinland-pfälzische Landesregierung insgesamt rund 50 Millionen Euro zur Verfügung. Davon sollen 20 Millionen Euro an die Kommunen gehen und bis zu 30 Millionen Euro an die fünf Aufnahmeeinrichtungen für Asylbegehrende (AfA), wie Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Dienstag in Mainz ankündigte. "Wir wollen denen helfen, die vor Krieg und Bomben fliehen." Dazu gehöre auch, den zahlreichen Kindern unter den Geflüchteten so schnell wie möglich den Besuch einer Kita oder Schule zu ermöglichen. "Wir gehen davon aus, dass wir das packen werden." Die fünf Einrichtungen zur Erstaufnahme (AfA) werden um 4.000 Plätze aufgestockt - und die gesamten Kapazitäten damit ungefähr verdoppelt.

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SWR