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Daran sollen die oberste Wasserbehörde SGD Nord, die Kreisverwaltung, die Verbandsgemeindeverwaltung und die Ortsgemeinde teilnehmen. Gewartet wird jetzt auf das Ergebnis von Bodenproben.

Gut zwei Monate ist es her, dass die Gemeinde Zemmer im Landkreis Trier-Saarburg haarscharf einer Katastrophe vorbeigeschrammt ist. Ein F16-Kampfjet der US Airforce stürzte ab - in einem Waldstück der Gemeinde. Die Ortsgemeinde fühlte sich zuletzt von den Behörden ziemlich allein gelassen. Es gab Zweifel, ob wirklich keine Giftstoffe in die Umwelt gelangt sind und wer dafür zahlt, gefälltes Holz aus dem Wald zu räumen.

Giftstoffe in Wasser und Boden?

Die Kreisverwaltung Trier-Saarburg lässt das Abschlussgutachten der Bundeswehr zur Absturzstelle von der obersten Wasserbehörde SGDNord prüfen, sagte ein Sprecher. Es waren nämlich Zweifel aufgekommen, ob nicht doch Giftstoffe aus der F16 in den Boden und das Wasser gelangt sind.

Bodenproben der Bundeswehr

Zuletzt hatte die Bundeswehr am 20. November noch einmal Bodenproben genommen, weil beim ersten Mal direkt nach dem Absturz in einer Probe Reste des Giftstoffes Hydrazin aus dem Tank des Kampfjets gefunden wurden. Sobald diese Ergebnisse vorliegen, soll es einen runden Tisch geben.Je nach Ergebnis der Bodenproben oder weiteren Untersuchungen der Absturzstelle, muss vielleicht Boden in dem Waldstück abgetragen werden. Es geht auch um Wasserschutz.

Zemmer lässt Holz auf Schadstoffe untersuchen

In dem Waldstück liegt Holz teilweise kreuz und quer im Wald herum. Der Wald gehört zum Teil der Gemeinde und zum Teil neun Privatbesitzern. Das amerikanische Militär hat auch Holz an den Waldwegen gelagert, das stark riecht und vielleicht nur noch Sondermüll ist, sagte der Ortsbürgermeister von Zemmer.

Rechnung an die Bundesanstalt BIMA

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, die eigentlich dafür zuständig ist, die Schäden abzuwickeln sagte in einem ersten Gespräch zur Gemeinde, dass sie die Kosten für den Abtransport dieses Holzes nicht übernimmt. Das will die Gemeinde nicht so einfach hinnehmen. Im Gespräch mit Landrat Schartz wurde vereinbart, dass die Gemeinde das Holz auf Schadstoffe untersuchen und abtransportieren lässt und die Rechnung dann an die BIMA schickt. 

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18:45 Uhr
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SWR Fernsehen RP
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