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Der Zebrastreifen in Bonerath ist wieder weg. Den hatten Unbekannte auf die Straße gemalt - mit nicht abwaschbarer Farbe.

Nicht einmal eine Woche durfte der aufgemalte Zebrastreifen in Bonerath bleiben. Den hatten Unbekannte in der Nacht zum 1. Mai vor einer Bushaltestelle einen Fußgängerüberweg aufgemalt. Das teilte die Polizei mit. Warum der Zebrastreifen an dieser Stelle angebracht wurde, sei unklar. Als Unfallschwerpunkt sei sie nicht bekannt.

Entfernen war nicht leicht

Zuerst sei versucht worden, den Zebrastreifen mit einem Hochdruckwasserstrahl und Erhitzung wegzubekommen, sagte der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz. Das habe aber nicht funktioniert. Der Zebrastreifen sei dann mit einer dünnen Schicht Fixasphalt überdeckt worden.

Täter muss Kosten tragen

Wer den Zebrastreifen dort angebracht hat, ist nach wie vor unklar. Die Polizei ermittelt wegen "Sachbeschädigung". Die entstandenen Kosten belaufen sich laut LBM auf 1500 Euro. Der oder die Täter müssten das dann, wenn sie gefunden worden sind, bezahlen.

Ortsbürgermeisterin Gabriele Terres sagte, es sei aber für alle "klug, es als Scherz in der Hexennacht abzutun". Laut Polizei gab es am Montag noch keine Hinweise auf die Täter.  

"Idee war nicht schlecht"

Die Idee sei zwar nicht schlecht, aber der aufgebrachte Fußgängerüberweg sei nicht konform gewesen, weder von der Breite her noch bei der Beschilderung. Zudem habe der nicht offizielle Streifen die Gefahr geborgen, dass sich Fußgänger darauf verlassen könnten, während Autofahrer sich nicht daran halten müssten.

Wunsch nach Fußgängerüberweg?

Das Problem sei weiterhin, dass es schon Leute gebe, die auf der dortigen Kreisstraße zu schnell unterwegs seien, fügte die Ortsbürgermeisterin hinzu. Dort ist maximal Tempo 50 erlaubt. Bonerath ist eine kleine Gemeinde mit etwa 260 Einwohnern im westlichen Rheinland-Pfalz. Terres kündigte an, sie werde das Gespräch mit Verkehrsexperten der Polizei suchen, um zu klären, was für Möglichkeiten es für Bonerath an dieser Stelle gebe. Bislang sei ihr der Wunsch von Bürgern, dort einen Zebrastreifen anzubringen, nicht zu Ohren gekommen.  

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