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Große Enttäuschung herrscht in den Skigebieten der Region Trier. Wegen der Corona- Pandemie gab es keinen einzigen Lifttag.

Dabei waren die Voraussetzungen für Wintersport so gut, wie seit Jahren nicht mehr. Denn mitten in den Weihnachtsferien in Rheinland-Pfalz und den Nachbar-Bundesländern kam der große Schnee.

"Wir hatten von Weihnachten bis jetzt tolle Bedingungen und keinen Tag geöffnet. Das tut einfach nur weh."

Klaus Hepp, langjähriger Betriebsleiter des Wintersportzentrums Erbeskopf, ist enttäuscht: "Das hätte eine super Abschluss-Saison für mich werden können. Wir hatten von Weihnachten bis jetzt tolle Bedingungen und keinen Tag geöffnet. Das tut einfach nur weh." Bis Mitte Februar gilt noch der zweite Lockdown auch in den Wintersportzentren. Danach rechnet Hepp nicht mehr damit, dass die Skilifte noch mal öffnen dürfen.

Es hätte eine Rekordsaison werden können

Dabei waren die Bedingungen so gut, wie seit Jahren nicht mehr. Ausreichend Schnee, dazu die Weihnachtsferien – Klaus Hepp rechnet vor, dass bis zu 200.000 Besucher unter normalen Umständen an den Erbeskopf gekommen wären.

"Die Witterung hat doch gezeigt, dass der Wintersport hier möglich ist. Viele haben uns ja schon abgeschrieben."

Immerhin kann Klaus Hepp der ausgefallenen Saison doch noch etwas Positives abgewinnen: "Die Witterung der vergangenen Wochen hat doch noch mal gezeigt, dass Wintersport in Rheinland-Pfalz sehr wohl noch möglich ist. Viele haben uns da ja schon abgeschrieben." Zwar seien dem Zweckverband Erbeskopf vermutlich Einnahmen bis zu 300.000 Euro entgangen. Durch die ausgefallene Saison seien aber auch kaum Kosten entstanden, so Klaus Hepp.

Finanzieller Schaden ist unglaublich

In anderen Skigebieten, wie zum Beispiel am Dollberg in Neuhütten, vertröstet der Anrufbeantworter schon auf die Saison 2021/22.

"Es hätte die beste Saison seit 2010 werden können."

Auch am Schwarzen Mann in der Schneifel trauert man der Saison hinterher. André Hillen ist seit 2010 Pächter des Skigebiets: "Es hätte die beste Saison seit 2010 werden können. Der finanzielle Schaden durch den Corona-bedingten Ausfall ist unglaublich."

Behörden hätten überzogen reagiert

Der Pächter am Schwarzen Mann kritisiert auch das Verhalten der Behörden in den letzten Wochen. Die Zufahrtsstraßen zum Schwarzen Mann wurden weiträumig abgesperrt. André Hillen: "Das war meiner Meinung nach vollkommen überzogen. Ein Betrieb unter Corona-Auflagen wäre durchaus möglich gewesen. Auch auf den Pisten sei genug Platz gewesen." Allen Betreibern bleibt jetzt nur die Hoffnung, dass im kommenden Winter wieder ein normaler Liftbetrieb möglich ist und hoffentlich wieder ausreichend Schnee fällt.

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