Lebkuchenherzen mit der Aufschrift "Frohe Weihnacht" hängen an einem Weihnachtsmarkt-Stand (Foto: dpa Bildfunk, Soeren Stache)

2G-Regel und Kontrollen

Trierer Weihnachtsmarkt gestartet: Nur für Geimpfte und Genesene

STAND

Seit Freitag ist der Weihnachtsmarkt in Trier geöffnet. Doch nicht jeder darf dort Glühwein & Co. genießen. Der Grund: Auf dem Weihnachtsmarkt gilt die 2G-Regel.

Man dürfe sich nicht in falscher Sicherheit wiegen, auch wenn die Inzidenz in Trier im Vergleich zu anderen Kommunen derzeit relativ niedrig sei. Das teilte die Stadt als Begründung für die Entscheidung über die 2G-Regel mit.

Vor dem Trierer Weihnachtsmarkt stehen die Menschen Schlange um auf das Gelände zu kommen (Foto: SWR, Andreas Adam)
Schlange stehen vor der Einlasskontrolle am Trierer Weihnachtsmarkt Andreas Adam

Zudem wurde die Zahl der Stände von 90 auf 60 bei gleicher Fläche reduziert. Es gibt kein Bühnenprogramm und auch keinen Stand mit Innengastronomie. Das soll dafür sorgen, dass es zu keinen großen Menschenansammlungen kommt.

Absperrungen und Eingangskontrollen

Schon vor der Einführung der 2G-Regel in ganz Rheinland-Pfalz hatten die Stadt und die Veranstalter entschieden, den Weihnachtsmarkt nur für Geimpfte und Genesene zu eröffnen.

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Daher gibt es am Domfreihof und Hauptmarkt Abtrennungen und Eingangskontrollen. Über drei Zugänge kommen die Besucher auf das Gelände oder können es verlassen. Zwei am Hauptmarkt und der dritte am Domfreihof.

Wer darf den Weihnachtsmarkt besuchen?

Geimpfte (vollständiger Impfschutz plus 14 Tage) müssen einen Nachweis über eine App oder einen Impfpass vorlegen. Das gilt ebenfalls für internationale Besucher, teilte der Sprecher des Veranstalters mit.

Auch Genesene dürfen mit einer Bescheinigung vom Gesundheitsamt oder einem Arzt durch die Einlasskontrollen. Die Bescheinigung darf allerdings maximal sechs Monate alt sein.

Kinder bis einschließlich 11 Jahre dürfen ohne Nachweis auf das Gelände. Ab 12 Jahren müssen sie geimpft sein. Besucher, die sich aus medizinischer Sicht nicht impfen lassen können, dürfen auch mit einem aktuellem Test nicht auf den Markt, so der Sprecher weiter. Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma sollen das kontrollieren.

Maske muss bei vielen Menschen getragen werden

Die neuen Corona-Regeln in Rheinland-Pfalz betreffen seit Mittwoch auch Weihnachtsmärkte: Bei Menschenansammlungen im Freien - etwa auf einem Weihnachtsmarkt - muss Maske getragen werden.

Polizeistreifen auf Trierer Weihnachtsmarkt

Die Polizei setzt beim Weihnachtsmarkt in Trier nach eigenen Angaben auf ein Sicherheitskonzept mit zivilen und uniformierten Streifen, Absperrungen und Videoüberwachung.

Die uniformierten Polizisten seien außerdem mit Bodycams, also Kameras am Körper, ausgestattet. Außerdem seien Polizisten in zivil unterwegs. Die Videokameras seien zur Überwachung des Hauptmarktes und des Domfreihofs installiert.

Trier

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Keine Eisbahn auf dem Kornmarkt in Trier

In diesem Jahr wird es keine Eislaufbahn auf dem Kornmarkt in Trier geben. Das hat der Veranstalter Eric Naunheim dem SWR bestätigt. Ein Grund für die Absage seien die hohen Corona-Inzidenzen. Vor allem Kinder und Jugendliche seien auf der Eisbahn und diese hätten noch keinen Impfschutz, erklärte Naunheim.

Er wolle nicht dafür verantwortlich sein, wenn sich auf der Eisbahn viele Menschen, unter anderem Kinder und Jugendliche, infizierten. "Lieber verzichten wir daher erneut ein Jahr auf die Eisbahn", so Naunheim.

In diesem Winter wird es keine Eislaufbahn auf dem Kornmarkt in Trier geben. (Foto: Eric Naunheim)
In diesem Winter wird es keine Eislaufbahn auf dem Kornmarkt in Trier geben. Eric Naunheim

2G-Regel mit Bändchen an Ständen in Bernkastel-Kues

Auf dem Weihnachtsmarkt in Bernkastel-Kues gilt die 2G-Regel an Ess- und Trinkständen. Nach Angaben der Veranstalter dürfen demnach nur Genesene und Geimpfte Getränke und Essen an den Ständen kaufen. Wer zum ersten Mal etwas kauft, bekommt ein Bändchen. So muss der Besucher nicht an jedem weiteren Stand seinen Impfausweis zeigen.

Die Stände seien großflächig im Stadtgebiet verteilt, damit Besucher die Abstandsregeln einhalten könnten. Nach Angaben des Veranstalters wurde auf Veranstaltungen während des Marktes verzichtet. In diesem Jahr gebe es kein Bühnenprogramm, kein Fackelschwimmen und auch kein Feuerwerk. Der Weihnachtsmarkt in Bernkastel-Kues läuft fünf Wochen.

Der Weihnachtsmarkt in Bernkastel-Kues ist geöffnet (Foto: SWR, Sebastian Grauer)
Auf dem Weihnachtsmarkt in Bernkastel-Kues gilt die 2G-Regel an Ess- und Trinkständen. Sebastian Grauer

Traben-Trarbach sagt alternativen Weihnachtsmarkt ab

In Traben-Trarbach ist das Ersatzprogramm zum überregional bekannten unterirdischen Weihnachtsmarkt abgesagt worden. Nach Angaben der Stadt waren unter anderem zwei sogenannte "Glühweindörfer" geplant. Die privaten Veranstalter hätten diese jetzt aber abgesagt, weil die Auflagen dafür nicht umzusetzen gewesen wären.

Für die nötigen Kontrollen beispielsweise der Impf- und Genesenen-Nachweise hätte das Personal gefehlt. Außerdem seien die Kosten zu hoch gewesen. Die Stadt hat ihre Veranstaltungen wegen der sich zuspitzenden Corona-Lage ebenfalls abgesagt. Nach Angaben des Stadtbürgermeisters sollen weder Touristen noch Einheimische gefährdet werden.

Wittlicher Weihnachtstage abgesagt

Die Wittlicher Weihnachtage, die am Freitag beginnen sollten, sind abgesagt. Das teilte die Stadt mit. Wegen der hohen Corona-Infektionszahlen habe sich der Bürgermeister entschlossen, die Veranstaltung abzusagen. Die Regelungen zur Corona-Eindämmung hätten einen Weihnachtsmarkt in akzeptabler Form nicht zugelassen, hieß es weiter.

Auch andere Städte wie beispielsweise Saarburg und Idar-Oberstein haben bereits angekündigt, dieses Jahr auf ihre Weihnachtsmärkte zu verzichten.

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