Mehr als 70 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) waren am Sonntagabend stundenlang in der Kenner Flur (Kreis Trier-Saarburg) im Einsatz, um rund 40 brennende Stroh-Rundballen zu löschen. (Foto: Ernst Mettlach - Presseamt Trier)

Hitze und zu wenig Regen

Gefahr von Waldbränden in der Region Trier steigt

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Sonne satt und Temperaturen um die 30 Grad Celsius. Dazu kaum Regen. Für Wälder und Wiesen eine gefährliche Kombination. Vielerorts halten Flächenbrände die Feuerwehr in Atem.

Die Rauchsäule in der Kenner Flur (Kreis Trier-Saarburg) war kilometerweit zu sehen. Rund 40 Strohballen waren am Sonntagabend auf einem Feld in Brand geraten.

Mehr als 70 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) waren am Sonntagabend stundenlang in der Kenner Flur (Kreis Trier-Saarburg) im Einsatz, um rund 40 brennende Stroh-Rundballen zu löschen. (Foto: Ernst Mettlach - Presseamt Trier)
Am Sonntagabend ging der Notruf bei der Trierer Freuerwehr ein. Rund 40 Strohballen waren auf einem Feld in Kenn in Brand geraten. Ernst Mettlach - Presseamt Trier Bild in Detailansicht öffnen
Für den Einsatz rückten die Einsatzkräfte mit schwerem Gerät an. Der Einsatz war aufwenig und zeitraubend. Ernst Mettlach - Presseamt Trier Bild in Detailansicht öffnen
Um an alle Brandnester herankommen zu können, zogen die Einsatzkräfte die Ballen auseinander. Die Strohballen wurden dann einzeln von der Feuerwehr gelöscht. Ernst Mettlach - Presseamt Trier Bild in Detailansicht öffnen
Bis in die Nacht zum Montag dauerten die Löscharbeiten. Es entstand ein Schaden von etwa 4.500 Euro. Ernst Mettlach - Presseamt Trier Bild in Detailansicht öffnen
Die Rauchsäule der brennenden Strohballen war kilometerweit zu sehen. Ernst Mettlach - Presseamt Trier Bild in Detailansicht öffnen

Kein leichter Einsatz. Denn die Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Technischen Hilfwerks mussten die Heuballen einzeln auseinanderzuziehen, um sie löschen zu können.

"Das war wahnsinnig aufwendig und arbeitsintensiv."

Bis in die Nacht zum Montag dauerten die Löscharbeiten, sagte Ernst Mettlach, Sprecher der Stadt Trier. Zudem wurde eine Brandwache eingerichtet.

Trockene Wiesen und Felder oft Auslöser für Waldbrände

Der Brand in Kenn ist kein Einzelfall. In den vergangenen Tagen mussten viele Feuerwehren in der Region ausrücken, um Feld- oder Flächenbrände zu löschen.  

Solche sogenannte Bodenfeuer sind gefährlich, weil sich in deren Folge schnell Waldbrände entwickeln können. Der deutsche Wetterdienst stellt für Waldbereiche mit offeneren Graslandschaften den "Graslandfeuerindex" bereit. In der Region Trier liegt dieser im roten Bereich - bei Stufe vier von maximal fünf.

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Waldbrandgefahr in der Region hoch

In der Region Trier wird die Waldbrandgefahr aktuell als erhört eingestuft, sagt Lucas Landenberger vom Forstamt Saarburg. Derzeit gilt die Waldbrandgefahrenstufe 3.

Durch den relativ hohen Anteil an Laubbäumen halte sich das Risiko von Waldbränden noch in Grenzen. Allerdings sei die Lage in der Eifel entspannter als etwa in den Wäldern rund um Trier oder im Hochwald. Das liege daran, dass es in der Eifel mehr regnet, sagt Forstamtsleiter Peter Wind aus Prüm.

Aber insgesamt habe die Trockenheit der vergangenen Jahre den Wald anfälliger gemacht, sagen die Experten. Die Böden seien überdurchschnittlich ausgetrocknet und das Grundwasser vielerorts abgesunken, sagt Lucas Landenberger aus Saarburg. Faktoren, die ein schnelleres Ausbreiten von Bränden begünstigen.

Wie können Waldbrände verhindert werden?

Die meisten Waldbrände entstehen durch Menschenhand, da sind sich Experten einig. Sei es durch grobe Fahrlässigkeit oder auch Vorsatz. Das Forstamt Saarburg hat deshalb Verhaltenstipps zur Vermeidung von Waldbränden zusammengestellt. Diese finden Sie hier.

Dazu gehört der Hinweis auf das Rauchverbot im Wald und der Appell an alle Waldbesucher, ihren Müll wieder mitzunehmen. Denn im ungünstigsten Fall könne beispielsweise eine Glasscherbe im Sonnenlicht wie ein Brennglas wirken.

Waldbrände Gefahren-Index

Der Deutsche Wetterdienst verbessert seinen Waldbrandgefahren-Index immer weiter. Bald könnten Fernerkundungsdaten aus dem Satelliten-Programm "Kopernikus" mit einbezogen werden.  mehr...

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