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Am Donnerstag haben die Delegierten des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Nassau in Koblenz Amtsinhaber Michael Horper aus Üttfeld in der Eifel wiedergewählt. Horper setzt sich damit gegen seinen Herausforderer Marco Weber durch, der aus der Vulkaneifel kommt.

Marco Weber ist Landwirt, FDP-Abgeordneter und kommt aus Lissendorf in der Vulkaneifel. Er hatte sich vor 14 Tagen überraschend als Gegenkandidat gemeldet.

Weber wollte Verband moderner machen

Der 44-jährige wollte den Verband moderner aufstellen. Vor der Wahl sagte er: "Ich kann die Themen zugespitzer formulieren." Weber wollte verstärkt auf die sozialen Medien setzen. Dadurch würde der Bauern- und Winzerverband viel schlagkräftiger und damit wieder zur echten Interessenvertretung seiner Mitglieder werden.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Viele Landwirte seien enttäuscht von ihrem Bauern- und Winzerverband. Viele Probleme und Entwicklungen der letzten 20 Jahre, wie beispielsweise die Zahl der Nitratmessstellen, hätte der Verband verschlafen. Der Vorstand sei zu alt, so Weber.

Amtsinhaber Horper räumt Fehler ein

Der alte und neue Präsident des Verbandes, Horper, räumte bereits vor der Wahl Fehler in der Kommunikation ein. Er sagte, dass deswegen verstärkt jüngere Leute im Verband mitarbeiten müssten.

Basis geteilter Meinung

Bereits vor der Wahl am Donnerstag in Koblenz war die Basis geteilter Meinung: Einige Bauern in der Vulkaneifel und im Eifelkreis Bitburg-Prüm meinten, es nütze nichts, wenn ein Funktionär lediglich gegen einen neuen ausgetauscht werde. Die anderen waren der Auffassung ein bisschen "frischer Wind" sei gut.

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