Unwetterartiger Regen sorgt für Behinderungen

In Trier laufen Keller und Unterführungen voll

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Unwetterartiger Regen hat am Mittwochabend in Trier zu Überschwemmungen geführt. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz. Bei Unfällen auf nasser Straße wurden in der Region Trier mehrere Menschen verletzt.

Zwischen Bernkastel-Kues und Graach überschlug sich ein Autofahrer mit seinem Auto. Wie die Polizei mitteilte, war das Fahrzeug wegen Aquaplanings von der Fahrbahn abgekommen und in einen Hang geraten. Das Auto blieb auf dem Dach liegen. Der Fahrer und zwei Jugendliche konnten sich selbst befreien. Sie wurden in Krankenhäuser gebracht. Die B53 war vorübergehend voll gesperrt.

Unfall auf regennasser Straße in Konz

Auch in Konz wurden bei einem Unfall drei Menschen verletzt - zum Teil schwer. Eine Autofahrerin geriet wegen abgefahrener Reifen auf nasser Fahrbahn in den Gegenverkehr. Dort stieß das schleudernde Fahrzeug mit einem anderen Auto zusammen. Zwei Erwachsene und ein Kleinkind wurden in Krankenhäuser gebracht.

In Trier wurden Straßen überflutet, Unterführungen liefen voll und zahlreiche Keller mussten leergepumpt werden. Auch Bäche traten über die Ufer und es kam zu Hangrutschen. Viele Autos standen in den Wassermassen.

Rund 80 Einsätze für Feuerwehren

Die Feuerwehren der Stadt Trier waren am späten Abend im Großeinsatz. Die Stadtverwaltung sprach von etwa 80 Einsatzmeldungen, die bis 23.30 Uhr zum größten Teil abgearbeitet worden seien. Zumeist habe das Wasser in den Kellern 10 bis 20 Zentimeter hoch gestanden, in Einzelfällen auch bis zu einem halben Meter hoch. Etwa 130 Einsatzkräfte hätten Hausbewohner dabei unterstützt, vollgelaufene Räume leer zu pumpen.

Vor allem Südosten von Trier betroffen

Die Regenmenge in den betroffenen Stadtteilen habe teils deutlich über 50 Millimetern pro Stunde gelegen, hieß es. Einsatzschwerpunkte seien die süd-östlichen Stadtteile Trier-Süd, Feyen-Weismark, Tarforst, Irsch, Filsch, Mariahof, Heiligkreuz und Olewig gewesen. Der Hauptbahnhof Trier war zeitweise nur eingeschränkt nutzbar, weil die Bahnunterführung unter Wasserstand. Die hinten Gleise waren nicht zugänglich. Die Züge wurden auf die vorderen Gleise umgeleitet.

Personen kamen in Trier nach Angaben der Polizei nicht zu Schaden. Es habe lediglich einen Autounfall mit einem Gullideckel gegeben.

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