Die Anklage im Fall der Amokfahrt von Trier mit fünf Toten ist nach SWR-Informationen fertig. (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Anklage wegen Mordes und versuchten Mordes

Alle Informationen zum Prozess um Amokfahrt in Trier

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Am 1. Dezember 2020 hat eine Amokfahrt Trier erschüttert. Der SWR berichtet über den Prozess, der am 19. August begann und hat Stimmen von Angehörigen und Augenzeugen gesammelt.

An jenem Tag raste ein 51-Jähriger mit seinem Sportgeländewagen durch die Trierer Fußgängerzone - in der Absicht, Menschen zu töten oder zu verletzen, so die Anklage der Staatsanwaltschaft.

Fünf Menschen starben, 24 weitere wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Darüber hinaus wurden viele Menschen durch die Tat traumatisiert.

Der SWR schaut auf die Angehörigen, die Helfer vor Ort, die Stadt Trier, die Hintergründe - und natürlich auch auf den Prozess.

Die Angehörigen

Wolfgang Hilsemer verlor bei der Amokfahrt seine Schwester. Für ihn ist es grausam, dass der Angeklagte bislang schweigt. Er will wissen, was den Mann zu seinem Handeln bewegte.

Die Helfer

Was berichten Ärzte, die nach der Amokfahrt vor Ort waren? Wie geht es den Einzelhändlern in der Fußgängerzone, durch die das Auto gerast ist? Und was berichten Ersthelfer?

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Die Stadt

Das Ereignis hatte auch langfristige Auswirkungen auf die ganze Stadt. Trier ist nach der Tat näher zusammengerückt, berichten die Menschen. Auch praktische Konsequenzen entstanden - zum Beispiel werden in der Trierer Innenstadt Poller eingerichtet, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. Die Stadt wird in Sicherheitszonen eingeteilt.

nach der Amokfahrt in Trier wird die Straße abgesperrt (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/dpa | Harald Tittel)
Nach der Amokfahrt in Trier wird die Straße abgesperrt. picture alliance/dpa | Harald Tittel

Der Prozess

Rund 8 Monate nach der Tat, am 19. August, wurde am Landgericht Trier einer der wohl aufsehenerregendsten Prozesse eröffnet, die es dort je gab. Der mutmaßliche Täter ist wegen fünffachen Mordes und versuchten Mordes in 18 weiteren Fällen angeklagt. Am ersten Prozesstag äußerte er sich nicht - die Verhandlung war nach einer knappen halben Stunde vorbei. Der nächste Prozesstag ist für den 3. September geplant.

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Die Hintergründe

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SWR