Der Palastgarten in der Dämmerung.  (Foto: SWR)

Ortsbegehung mit dem Kriminalpräventiven Rat

Trierer wollen sich wieder in den Palastgarten trauen

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Maximilian Storr

Viele Trierer meiden den Stadtpark, obwohl er laut Polizei eigentlich sicher ist. Das hängt auch mit seiner Vergangenheit zusammen. Am Donnerstag fand eine Ortsbegehung statt.

Klaus und Ulrike Seitz wohnen in der Trierer Schützenstraße, gleich gegenüber dem Palastgarten. Tagsüber spaziert das Ehepaar gerne durch den Stadtpark. Es sei auch der schnellste Weg für sie in die Innenstadt.

Wenn die Sonne untergeht, ist jedoch alles anders. Dann trauen sich die beiden Rentner nicht mehr hinein. Schlechte Erfahrungen hätten sie jedoch keine gemacht, sagen sie.

Klaus und Ulrike Seitz trauen sich nachts nicht durch den Palastgarten. Bei der Ortsbegehung fordern sie, dass der Park besser beleuchtet wird.  (Foto: SWR)
Klaus und Ulrike Seitz trauen sich nachts nicht durch den Palastgarten. Bei der Ortsbegehung fordern sie, dass der Park besser beleuchtet wird.

"Freunde haben uns aber gewarnt, dass einer Frau die Handtasche geklaut worden sei. Deshalb gehen wir da nachts nicht alleine durch."

Ortsbegehung des Kriminalpräventiven Rates

Andere Bürgerinnen und Bürger sehen das ähnlich und erzählen am Donnerstagabend, dass sie den Palastgarten in der Dunkelheit am liebsten meiden. Auf Einladung des Kriminalpräventiven Rates der Stadt Trier sind sie zu einer Ortsbegehung gekommen.

Der Palastgarten liegt im Zentrum der Trierer Innenstadt.  (Foto: SWR)
Der Trierer Palastgarten in der Dämmerung.

Der Rat möchte von den Bürgerinnen und Bürgern wissen, wie sich das subjektive Sicherheitsgefühl im Palastgarten verbessern ließe. Und die Betonung liegt dabei auf Gefühl, denn eigentlich sei der Palastgarten seit dem Beginn der Corona-Pandemie ein sicherer Ort, so Polizeipräsident Friedel Durben.

Vorher war das allerdings anders. "Der Palastgarten war vor der Pandemie ein sehr stark frequentierter Ort, an dem es insbesondere zu Drogenkriminalität, aber auch Körperverletzungen und Beleidigungen gekommen ist.“

Der Trierer Polizeipräsident Friedel Durben verspricht, dass die Polizei im Palastgarten Präsenz zeigen werde.  (Foto: SWR)
Der Trierer Polizeipräsident Friedel Durben verspricht, dass die Polizei im Palastgarten Präsenz zeigen werde.

Wohl auch deshalb schrecken viele in den Abendstunden vor dem Gang durch den Park zurück. Die Bedenken sind also nicht aus der Luft gegriffen. Und da die Corona-Maßnahmen zurückgefahren werden, besteht laut Durben die Gefahr, dass Drogen und Gewalt im Garten schon bald wieder eine größere Rolle spielen könnten.

Die Menschen wünschen sich mehr Licht und Polizei

Gemeinsam mit der Polizei inspizieren die Bürgerinnen und Bürger am Donnerstagabend das Gelände und präsentieren im Anschluss ihre Ergebnisse. Klar wird: Die Trierer wünschen sich eine bessere Beleuchtung für den Garten.

Die derzeitigen Lampen liefern nämlich nur ein schwaches Licht, einige sind defekt. An einigen Stellen es es sogar stockdunkel. Es werden aber auch andere Forderungen gestellt. Zum Beispiel bessere Beschilderungen und mehr Sauberkeit im Garten. Andere fordern einige eine stärkere Polizeipräsenz in den Abend- und Nachtstunden.

In den kommenden Wochen können die Bürgerinnen und Bürger, die nicht an der Ortsbegehung teilnehmen konnten, ihre Ideen auch über eine Online-Befragung oder telefonisch einbringen. Im Anschluss werde geklärt, welche Maßnahmen umgesetzt werden können, so Durben.

"Wir werden hier Präsenz zeigen und schauen, wie sich der Aufenthalt im Palastgarten gestaltet."

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