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Das Amtsgericht Trier hat einen Mann zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er dabei geholfen hat, eine Seniorin um 50.000 Euro zu betrügen.

Er hat laut Gericht 2.000 Euro dafür bekommen, dass er das Geld bei der 86-jährigen Seniorin in einem Trierer Seniorenheim abgeholt hatte.

Das Gericht hat den zum Tatzeitpunkt 20-jährigen Angeklagten nach eigenen Angaben nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt, weil auf Grund seines schulischen und beruflichen Werdegangs keine Reifeverzögerung festgestellt werden konnte.

Täter hat sich entschuldigt

Bei der Strafe sei berücksichtigt worden, dass sich der Angeklagte bei seinem Opfer entschuldigt und ein Teilgeständnis abgelegt habe, so das Gericht. Erschwerend sei aber dass hohe Alter der Seniorin und die Tatsache, dass das Geld um das sie betrogen wurde nicht mehr für eine beabsichtigte Herzoperation zur Verfügung steht.Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Tat ereignete sich im Juni 2020

Die Tat hat sich nach Angaben des Gerichts im Juni 2020 ereignet. Die 86-Jährige sei damals von einem bisher unbekannten Komplizen des Angeklagten angerufen worden, der sich als Polizeibeamter ausgegeben habe.

Falscher Polizist überredet Seniorin

Dabei habe er ihr erzählt, dass es in der Nähe einen Einbruch gegeben habe und dass die Frau auf einem Zettel der Täter als nächstes Opfer vermerkt gewesen sei. Der falsche Polizist habe sich mehrmals telefonisch bei der Frau gemeldet und sie schließlich überredet, 50.000 Euro aus ihrem Bankschließfach zu nehmen.

Angeklagter holte Geld ab

Der am Donnerstag verurteilte Mann hat das Geld nach Angaben des Gerichts bei der 86-Jährigen abgeholt. Dabei wurde er auch von einer Videokamera aufgezeichnet.

TV-Sendung bringt wichtige Hinweise

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