Menschen räumen im Stadtteil Ehrang die Schäden nach dem Hochwasser der Kyll auf. Zahlreiche Häuser im Ort waren betroffen, Bewohner mussten evakuiert werden. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Harald Tittel)

Hochwasser in Rheinland-Pfalz

Flutkatastrophe 2021: Ehrang (Stadt Trier)

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Am 15. Juli überschwemmte die Kyll innerhalb kurzer Zeit den alten Ortskern von Trier-Ehrang. 690 Häuser sind vom Hochwasser betroffen. Viele Menschen mussten evakuiert werden.

In Trier-Ehrang trat die Kyll großflächig über die Ufer. Der Einsatzleiter der Feuerwehr ordnete die Evakuierung des Stadtteils an. Teilweise mussten die Menschen mit Booten und Radladern aus ihren Häusern und Wohnungen gerettet werden.

Das Wasser hatte einen so hohen Druck, dass entgegen der ursprünglichen Annahmen auch der Bereich östlich der Bahn überflutet wurde. Deshalb mussten auch ein Krankenhaus und ein Altenheim evakuiert werden.

Wasser aus Kyll in Ehrang kommt gefährlich hoch (Foto: SWR)
Die Kyll trat in Ehrang großflächig über die Ufer.

Hier geht es zurück zur Hochwasser-Karte.

So ist die Lage (Stand: 24.2.2022):

Nach Auskunft des Ortsvorstehers, Berti Adams, sind 690 Häuser im Stadtteil betroffen. Nach seinen Angaben sind viele Menschen auch ein halbes Jahr nach der Flut noch nicht in ihre Häuser zurückgekehrt. Vor allem ältere Menschen würden es nicht schaffen, ihre Wohnung oder ihr Haus so schnell zu sanieren.

Viele Betroffene warteten auf Geld von der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz, so Adams. Das Schlimmste für den Stadtteil sei, dass das Ehranger Krankenhaus nicht mehr öffne. Anfang Dezember war bekannt geworden, dass das in der Flut zerstörte Krankenhaus nicht wieder öffnen soll.

Erstaunlich schnell seien die Gasleitungen und Anschlüsse ausgebaut worden, so der Ortsvorsteher. Hier hätten die Stadtwerke Trier sehr schnell gehandelt. Das Feuerwehrgerätehaus sei noch im Rohbau, aber auch dort gehe es gut voran.

Die Ortsvereine von Ehrang sammeln Spenden für die Hochwassergeschädigten. Auf dem Spendenkonto sind mehr als eine Million Euro eingegangen.

Seit Februar ist die Bahnstrecke zwischen Trier-Ehrang und Auw an der Kyll wieder freigegeben.

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Im August hieß es von der Geschäftsleitung, die Aufräum-Arbeiten in Trier-Ehrang am Krankenhaus kämen gut voran Lara Bousch Bild in Detailansicht öffnen
Ein Bagger transportiert vor dem Krankenhaus in Trier-Ehrang aufgeweichte Akten ab, die die Flut zerstört hat Lara Bousch Bild in Detailansicht öffnen
Akten, die im Keller des Krankenhauses in Trier-Ehrang standen, müssen nach dem Hochwasser entsorgt werden Lara Bousch Bild in Detailansicht öffnen
Die Akten im Keller im Krankenhaus in Trier-Ehrang sind durch das Hochwasser so aufgequollen, dass sie mit einer Zange aus dem Regal geholt werden müssen Lara Bousch Bild in Detailansicht öffnen
Aus statischen Gründen hätten die Akten im Keller aufbewahrt werden müssen - sagen Mitarbeiter des Krankenhaus in Trier-Ehrang Lara Bousch Bild in Detailansicht öffnen
Dr. med. Christian Sprenger, der medizinische Geschäftsführer im Mutterhaus der Borromäerinnen. Er schätzt, dass der Flutschaden im Krankenhaus in Trier-Ehrang in die Millionen geht. Bild in Detailansicht öffnen
Experten rechneten im Sommer damit, dass die Klinik in Trier-Ehrang mindestens ein Jahr geschlossen sein wird Lara Bousch Bild in Detailansicht öffnen
Thomas Koltes ist technischer Leiter des Krankenhauses in Trier-Ehrang. Er zeigt, wie hoch das Wasser stand Lara Bousch Bild in Detailansicht öffnen
Auch die Telefon-Anlage des Krankenhauses Trier-Ehrang ist beim Hochwasser überflutet worden Lara Bousch Bild in Detailansicht öffnen
Der Schlamm war im Sommer noch da - aber Statiker sagten damals, dass das Gebäude in Trier-Ehrang weiter genutzt werden könne Lara Bousch Bild in Detailansicht öffnen
Viel hat das Hochwasser in Trier-Ehrang im Krankenhaus zerstört. Vor allem technische Geräte, die im Keller standen Lara Bousch Bild in Detailansicht öffnen

24.7.2021

Nach der Flutkatastrophe sind Ehrangs Straßen vom Sperrmüll befreit (Foto: SWR)
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20.7.2021

Helfer aus der ganzen Region packen in Hochwassergebieten mit an (Foto: SWR)
Justin de Mür (links) aus Beßlich hilft seinem Kumpel André in Trier-Ehrang, bei dem das Wasser Keller und Erdgeschoss geflutet hat. Für ihn ist es selbstverständlich mit anzupacken: "Wir haben von Freitag bis gestern jeden Tag 10 Stunden geholfen. Und dann schlafen und normal arbeiten. Und dann wieder helfen,wenn's geht. Das is einfach klar, wenn ich mir vorstelle, dass das mein Haus wäre, würde ich auch helfen." Bild in Detailansicht öffnen
André Temmes aus Trier-Ehrang ist froh über die Hilfe: "Zeitweise waren wir hier bis zu 20 Mann, weil der Keller mindestens 100 Quadratmeter hat vollgestellt war. Da kamen viele aus Ehrang und anderen Dörfern hierhin und haben mitgeholfen. Da bin ich echt dankbar, dass wir so viele Helfer hatten." Bild in Detailansicht öffnen
Hannah (22) hat auch in Trier-Ehrang geholfen: "Mir war es wichtig zu helfen, weil hier ganz viele Freunde von mir wohnen und die ganzen alten Leute, die das selbst nicht mehr so gut können. Und weil ich das ganz schrecklich finde, was hier passiert ist." Bild in Detailansicht öffnen
Jaqueline Christmann (rechts) ist mit Freunden zum Helfen nach Metzdorf gefahren, nachdem sie in Kordel weggeschickt worden waren: "Wir sind dann an der Sauer entlang gefahren und haben dann bei den ganzen Campingplätzen gesehen, dass da noch voll die Katastrophe ist und haben dann dort ausgeholfen. Man ist erstmal sprachlos, aber dann hört man auf zu denken und sammelt Müll auf. Ich könnte nicht zuhause sitzen und wissen, dass andere Leute hier stehen und alles verloren haben." Bild in Detailansicht öffnen
Noemi, Hochwasser-Betroffene in Metzdorf, hat sich von fremden Menschen helfen lassen und ist sehr dankbar: "Die Helfer sind da. Man kann auf sie zählen. Es ist fast so, als würde die Last ein bisschen von einem abfallen." Bild in Detailansicht öffnen

19.7.2021

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17.7.2021

16.7.2021

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Ein Tag nach dem Hochwasser beginnen im Trierer Stadtteil Ehrang die Aufräumarbeiten. (Foto: SWR, Andrea Meisberger)
Ein Tag nach dem Hochwasser beginnen im Trierer Stadtteil Ehrang die Aufräumarbeiten. Andrea Meisberger

15.7.2021

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Die Lage im Flutgebiet KAHR-Forschungsprojekt: Beratungen über Hochwasserschutz

In den von der Flutkatastrophe zerstörten Gebieten in Rheinland-Pfalz läuft der Wiederaufbau. Viele Betroffene leben seit Monaten in Notunterkünften. Hier die aktuelle Lage.  mehr...

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Ahrweiler, Antweiler, Altenahr, Schuld, Insul, Bad Neuenahr-Ahrweiler

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Mehr als 130 Tote, Tausende sind obdachlos. Hunderte Gebäude sind weggerissen. Satellitenbilder zeigen annähernd, wie groß die Zerstörung an der Ahr ist. Eine SWR-Datenanalyse.  mehr...

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