Eichenprozessionspinner (Foto: picture-alliance / Reportdienste, dpa Bildfunk, Picture Alliance/Picture Alliance)

Eichenprozessionsspinner

So bekämpft Trier die gefährlichen Raupen

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Sie sind in Bäumen an Schulen, Kitas und auf Spielplätzen. Die Stadt Trier lässt die Nester der Eichenprozessionsspinner dort jetzt entfernen. Die giftigen Brennhaare der Raupen können beim Menschen Atemnot und allergische Schocks auslösen.

Zunächst werden die Nester in der Nähe der Einrichtungen für Kinder entfernt. Danach kümmern sich die Mitarbeiter der beauftragten Fachfirma um Bäume an anderen Stellen der Stadt, bei denen ein Befall festgestellt wurde. Dort wurden bereits Warnschilder und Absperrbänder angebracht.

Bitburg setzt auf kleine Würmer zur Bekämpfung

Der Eichenprozessionsspinner ist derzeit in der ganzen Region aktiv. So setzt die Stadt Bitburg auf kleine Würmer zur Bekämpfung. Die sogenannte Nematoden - das sind Fadenwürmer - sind die natürlichen Feinde des Eichenprozessionsspinners. Wird er damit besprüht, erkrankt er und entwickelt sich nicht mehr weiter zur Raupe. Erst in diesem Stadium werden die gefährlichen Härchen ausgebildet.

Brennhaare der Raupen enthalten Nesselgift

Der Eichenprozessionsspinner ist ein braun-grauer nachtaktiver Falter, der von Ende Juli bis Anfang September fliegt und für den Menschen ungefährlich ist. Gefahren gehen nur von den Raupen aus, da deren Brennhaare ein Nesselgift enthalten und Widerhaken besitzen. Werden Brennhaare eingeatmet, können sie zu Atemnot führen.

Eichenprozessionsspinner-Raupen hängen am Zweig einer Eiche (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Voll ausgebildete Raupen des Eichenprozessionsspinners besitzen etwa eine halbe Million Brennhaare. Der Kontakt zu den Raupen sollte unbedingt vermieden werden. Picture Alliance

Eichenprozessionsspinner befallen meist einzeln stehende Bäume - vor allem Eichen - und ernähren sich von ihren Blättern. Voll ausgebildete Raupen besitzen rund eine halbe Million Brennhaare, die leicht brechen und vom Wind verweht werden können. Daher sollte sowohl die direkte Nähe als auch der Kontakt zu den Raupen und Nestern vermieden werden.

Nester den Behörden melden

Wer Raupen des Eichenprozessionsspinners zum Beispiel in einem Park oder an einem Spielplatz findet, sollte das Rathaus unter der Behördenrufnummer 115 informieren. Von dort wird diese Information an die zuständige Stelle weitergeleitet.

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