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Das Gesundheitsamt Trier-Saarburg plant, die liegengebliebenen Corona-Ergebnisse der Autobahn-Teststation Markusberg bis Dienstag abzuarbeiten. Das teilte ein Sprecher des Kreises dem SWR mit. Wegen Personalmangels sei es am Wochenende zu Problemen gekommen.

Insgesamt seien 2.500 negative Ergebnisse an der Teststation aufgelaufen, die nicht weitergeleitet werden konnten. Etwa die Hälfte davon habe man inzwischen mit zusätzlichem Personal abgearbeitet, sagte der Sprecher.

Land Stellt Mitarbeiter zur Verfügung

Zehn zusätzliche Fachkräfte des Gesundheitsamtes und 20 Mitarbeiter aus der Stadt- und Kreisverwaltung würden nun eingesetzt, um liegengebliebene Testergebnisse zu verschicken. Außerdem habe das Land Rheinland-Pfalz dem Gesundheitsamt zwei weitere Mitarbeiter tageweise zur Verfügung gestellt.

Betroffen waren nur die negativen Testergebnisse

"Was bei uns auf jeden Fall nicht passiert ist, dass die Positiven nicht informiert werden", sagte der Leiter des Gesundheitsamtes für Trier und Trier-Saarburg, Harald Michels. Alle Positivfälle seien sofort informiert worden. "Es liegt nicht an unserem guten Willen, es liegt einfach an der Struktur: Dass noch mit Papier geschafft werden muss", hob er hervor.

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Da die Erfassungsbögen an der Teststation an der A64 für Reiserückkehrer von Hand ausgefüllt und danach digital erfasst würden, könne das Gesundheitsamt das Ergebnis nicht immer zeitnah mitteilen. Verantwortlich dafür sei aber nicht das Gesundheitsamt, sondern der Bund, sagte Michels. Es sei dringend notwendig, dass deutsche elektronische Melde- und Informationssystem "mal auf Vordermann zu bringen, dass es funktioniert".

Reiserückkehrer können Testergebnis über QR-Code abfragen

Inzwischen könnten die Reiserückkehrer aber über einen QR-Code ihr Ergebnis direkt beim Labor abfragen. Alle positiven Fälle würden sofort informiert. Wie berichtet, hatte das Gesundheitsamt schon Mitte der Woche vor der Verzögerung gewarnt und mehr Personal angefordert.

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Zusammen mit dem Land sei kurzfristig mehr Personal gesucht worden. Am Samstag seien auch schon mehr Menschen im Einsatz, sagte Michels. "Heute sind wir mit mindestens acht Leuten dran, und am Montag sind wir mit noch mehr Leuten dran. Dann wird das rasch aufgearbeitet."

An der Station für Reiserückkehrer sind bis Freitagabend 4.545 Abstriche für Corona-Tests gemacht worden. Von den bis Freitagmittag ausgewerteten Tests waren fünf positiv.

Kritik an Landesregierung

Die Landesregierung habe die Teststationen für Reiserückkehrer sehr kurzfristig eingesetzt, ohne Abstimmung mit den Gesundheitsämtern vor Ort, sagte der Sprecher der Kreisverwaltung Trier-Saarburg.

Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium wies diesen Vorwurf zurück. Das Land habe im Zusammenhang mit der Einrichtung der Teststationen im Vorfeld mit den Beteiligten vor Ort in einem engen Austausch gestanden - insbesondere auch mit dem Gesundheitsamt Trier. Testergebnisse lägen in der Regel innerhalb von zwei Tagen vor und könnten dann der betroffenen Person mitgeteilt werden, so das Gesundheitsministerium.

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