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Die Tafeln in der Region Trier sehen die Aktion einiger Discounter, für Bedürftige Tüten mit Lebensmitteln zu verkaufen, sehr unterschiedlich. Die Trierer Tafel nimmt diese Tüten nicht an. Andere Tafeln in der Region aber schon.

Die Tüten werden vom Discounter mit Lebensmitteln gefüllt, die Kunden können diese Tüten kaufen und dann an Bedürftige spenden.

Die vom Sozialdienst katholischer Frauen betriebene Trierer Tafel hält wenig von diesen Tüten. Der Tütenverkauf sei zwar eine gut gemeinte Aktion, sie entmündige die Empfänger aber. Besser sei es, ihnen das Geld zu spenden und sie über ihren Einkauf selbst entscheiden zu lassen. Außerdem stehe die Aktion dem Prinzip der Tafeln entgegen. Dabei würden gleichzeitig Lebensmittel vor der Vernichtung gerettet und bedürftigen Menschen geholfen.

In Eifel und Hunsrück weniger Lebensmittel-Spenden

Andere Tafeln in der Region Trier verteilen die Tüten, die Kunden in Supermärkten kaufen könnten gern. Die Dauner Tafel etwa ist nach eigener Aussage froh mit den Tüten. Darin seien Dinge, die sie eher selten bekommen, haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Reis oder Konserven. Tafeln auf dem Land hätten generell weniger Lebensmittel zu verteilen, weil es weniger Geschäfte gebe, die sie belieferten.

Eine Ausgabe von Lebensmitteln an einer Tafel in Deutschland. (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Eine Ausgabe von Lebensmitteln an einer Tafel in Deutschland. Picture Alliance
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