Mobiler Deich wird getestet (Foto: SWR)

Mobiler Deich auf A602

Hochwasserschutzübung in Trier

STAND

An der Autobahn 602 bei Trier ist am Donnerstag eine weitere Hochwasserschutzübung durchgeführt worden. Dabei wurde der Aufbau eines Mobildeichs getestet.

Am Donnerstagmorgen wurde auf der Autobahn 602 sowie in der Loebstraße geübt. Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Amtes Stadtraum und des Technischen Hilfswerks (THW) testeten dort den Aufbau eines mobilen Deichsystems.

400 Meter langer Mobildeich auf der Autobahn

Das Deichsystem ist Teil des Hochwasserschutzkonzeptes der Stadt Trier. Auf 400 Metern Länge wurden die Module auf der A602 und der Loebstraße aufgestellt. Sie erreichen dabei eine Höhe von bis zu 150 Zentimetern, so ein Sprecher der Stadt. Insgesamt könnte der Mobildeich sogar eine Länge von 1.400 Metern absichern.

Hier gibt es Beeinträchtigungen im Straßenverkehr

Für die Hochwasserschutzübung wurde auf beiden Straßen jeweils eine Fahrbahn gesperrt. Die Loebstraße war ab acht Uhr morgens im Bereich der Pfalzeler Brücke nur eingeschränkt befahrbar, hieß es von Seiten der Stadtverwaltung. Eine Ampel regelte dort den Verkehr. Die Autobahn 602 wurde auf Höhe der Handwerkskammer stadtauswärts ebenfalls auf einer Fahrspur gesperrt.

Zweiter Test des mobilen Schutzsystems

Bereits im Oktober war das mobile Deichsystem bei einer Übung am Zurlaubener Ufer in Trier zum Einsatz gekommen.

Das mobile System ist insgesamt 1.400 Meter lang und soll vor allem die Innenstadt vor Hochwasser schützen. Der Moseldeich bietet Schutz bis zu einem Wasserstand von 11,40 Meter am Pegel Trier. Beim Hochwasser von 1993 war dieser Wasserstand nur knapp unterschritten worden. Der aufgestellte Mobildeich würde dafür sorgen, dass der Schutz auf knapp 11,80 Meter erhöht würde. Erst ab diesem Pegel würde das Wasser über den Deich hinweg überlaufen.

Mehr Schutz und mehr Zeit durch mobilen Deich

Damit würde der aufgerüstete Deich Schutz vor einem sogenannten 50-jährigen Hochwasser bieten. Laut Stadt könnte die Mosel am Pegel Trier bei solch einem Ereignis auf 11,28 Meter ansteigen. Auch bei einem 100-jährigen Hochwasser - hier rechnet man mit einem Pegel von 11,78 Metern - würden die zusätzlichen Zentimeter des Deiches wertvolle Zeit für Evakuierungsmaßnahmen schaffen.

Weitere Übungen geplant

Eine weitere Hochwasserschutzübung ist laut Stadtverwaltung für Ende November geplant. Angeschafft wurde der mobile Schutzdeich nach einem Stadtratsbeschluss von 2018. 560.000 Euro hat die Stadt Trier dafür bezahlt.

Dudeldorf

Verbandsgemeinde Bitburger Land Zwei mal überflutet: Hochwasserschutzkonzept in Dudeldorf vorgestellt

Hochwasser - die Gemeinde Dudeldorf hat es innerhalb kurzer Zeit zweimal getroffen. Ein neues Konzept soll die Orte in der Verbandsgemeinde Bitburger Land besser schützen.  mehr...

Region Trier Einwohnerversammlungen in Flutgebieten geplant

In den von der Juli-Flut betroffenen Gebieten der Region Trier soll es ab der kommenden Woche Einwohnerversammlungen zum Thema Wiederaufbau
geben. Das hat das rheinland-pfälzische Innenministerium bekanntgegeben. Demnach sollen sich Betroffene dort direkt über alle Fragen rund um den
Wiederaufbau informieren können. An den insgesamt acht Einwohnerversammlungen stünden unter anderem Experten der Investitions- und Strukturbank und der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord bereit die unter anderem zu den Themen hochwasserangepasstes
Bauen oder zu finanziellen Förderungsmöglichkeiten beraten könnten. Interessierte können sich auf der Website www.wiederaufbau.rlp.de über die
genauen Termine informieren. Die Flutkatastrophe Mitte Juli hat in der Region Trier starke Schäden angerichtet. Zahlreiche Häuser, Straßen und
Brücken sowie Wasser- Strom-Gas- und Telefonleitungen wurden beschädigt und teilweise zerstört.  mehr...

STAND
AUTOR/IN
SWR