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Im französischen Atomkraftwerk Cattenom kam es im vergangenen halben Jahr zu zwei Störfällen, die nachträglich vom Betreiber als gravierender eingestuft wurden als ursprünglich bei der Atomaufsicht gemeldet.

Das hat der Betreiber EDF in einer Pressemitteilung mitgeteilt. Am 24. Dezember vergangenen Jahres meldeten die Kraftwerksbetreiber nur eine Störung an die Atomaufsicht - konkret einen defekten Ventilator, der die Notstromaggregate vor Überhitzung schützen sollte. Nach internen Untersuchungen stellte sich heraus, dass der Ventilator seit mehreren Monaten defekt war und somit als Störfall auf einer internationalen Skala für Störfälle der Stufe eins einzustufen war. Ende Mai wurde eine defekte Notstrompumpe im Kraftwerk entdeckt. Auch hier stellte sich heraus, dass der Defekt länger bestand als angenommen. Nachträglich wurde der Defekt bei der Atomaufsicht als Störfall gemeldet. Nach Angaben des Betreibers EDF bestand in beiden Fällen keine Gefahr für Mensch und Umwelt.

Das französische Atomkraftwerk Cattenom liegt etwa 42 Kilometer Luftlinie entfernt von den südlichen Stadtteilen Triers. 1986 ging der erste Reaktor in Cattenom ans Netz. Immer wieder gab es in der Grenzregion Proteste gegen das Atomkraftwerk. Mehrere Gemeinden, darunter auch die Stadt Trier klagten während des Baus vergeblich beim Straßburger Verwaltungsgericht auf einen Baustopp.

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