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Gespalten, zerstritten, verfeindet - nicht nur innerhalb der USA tun sich nach Donald Trump Gräben auf, sondern auch zu den Verbündeten in Europa. In Trier und in der Eifel hoffen US-Amerikaner, Politiker und Unternehmer auf Joe Biden als Versöhner.

Carol Ebbert-Hübner arbeitet als Wissenschaftlerin an der Universität Trier. Sie stammt aus den USA. Das schlechte Verhältnis ihres Heimatlandes zu Europa hat ihr in den vergangenen vier Jahren oft Kopfschmerzen bereitet. Sie hofft, dass der neue Präsident Joe Biden wieder besser mit Europa zusammenarbeitet.

"Unter Donald Trump hat die Beziehung zwischen den USA und Europa stark gelitten."

Carol Ebbert-Hübner, Dozentin an der Universität Trier mit amerikanischen Wurzeln

Sie erwartet, dass Joe Biden seine Politik gut durchsetzen kann und vieles auf den Weg bringt, weil die Demokraten im Senat faktisch eine Mehrheit haben.

"Ich glaube, Joe Biden wird einen guten Job machen"

Dan Monteroso, Profi-Basketballer bei den Gladiators Trier

Dan Monteroso aus Ohio ist Profi-Basketballer. Er spielt beim Zweitbundesligisten Gladiators Trier. Auch er hofft, dass Biden das Land einigen kann - nicht nur politisch. Zwischen den Bevölkerungsgruppen in den USA gebe es große Gräben. Hier hofft er auf Joe Biden als Versöhner, um das Land wieder voran zu bringen.

Sein Teamkollege Chase Adams erwartet, dass die Justizreform unter Biden wieder in den Fokus rücken soll.

"Es wird hoffentlich Gerechtigkeit geben für die, denen Unrecht geschehen ist."

Chase Adams, Profi-Basketballer bei den Gladiators Trier

Die Justizreform sei wichtig, weile es eine Menge Probleme gerade im Hinblick auf die schwarze Bevölkerungsgruppe gebe, meint der Basketballprofi aus Columbia. Da werde sich hoffentlich was tun. Seine Erwartung: Mehr Gerechtigkeit für die, denen Unrecht geschehen ist.

Trierer Unternehmer hoffen auf besseres Verhältnis

Die Vereinigung Trierer Unternehmer erwartet, dass sich unter dem neuen US-Präsidenten Joe Biden das deutsch-amerikanische Verhältnis deutlich bessert. Der Vorsitzende Frank Natus sagte dem SWR, Donald Trump sei ein "unsäglicher Präsident" gewesen. Er habe nicht nur mit China einen massiven Handelskrieg angefangen, sondern auch seine Verbündeten aus Europa permanent vor den Kopf gestoßen.

"Joe Biden wird mit den westlichen Verbündeten, sprich den Europäern, einen ganz anderen Ton anschlagen und das wird nur zum Vorteil sein."

Frank Natus, Vorsitzender der Vereinigung Trierer Unternehmer

Unter Trump hätten die Beziehungen sehr gelitten, sagt Natus. Die wirtschaftlichen Kontakte zwischen Europa und den USA würden sich jetzt definitiv verbessern.

Amtseinführung rund um Spangdahlem etwas Besonderes

Die Amtseinführung eines amerikanischen Präsidenten sei immer etwas Besonderes für die Menschen rund um den US-Flugplatz Spangdahlem in der Eifel und für die amerikanischen Soldaten, meint der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Speicher, Manfred Rodens. Dieses Mal sei aber eine besondere Stimmung spürbar.

"Wir sind froh, dass es einen neuen Präsidenten gibt."

Manfred Rodens, Verbandsbürgermeister Speicher

Der Verbandsbürgermeister hofft, dass die USA und Europa wieder stärker aufeinander zugehen - von beiden Seiten aus und den Gesprächsfaden wieder aufnehmen. Insofern sei die Amtseinführung ein besonderer Tag.

Insgesamt hoffen viele Amerikaner, Politiker und Unternehmer in der Region Trier, dass Joe Biden ein Versöhner in schwierigen Zeiten sein wird.

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