Amokfahrt Trier: Kerzen und Blumen an der Porta Nigra (Foto: SWR)

Auszahlung der Spendengelder

Stiftung für Hinterbliebene der Trierer Amokfahrt

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Die Hinterbliebenen der Amokfahrt vom 1. Dezember 2020 in Trier mit fünf Toten und zahlreichen Verletzten werden für ihren Schmerz entschädigt. Mehr als eine Million Euro an Spenden sind eingegangen.

Die Gründung der Stiftung wurde nach Mitteilung der Stadt mit den Familien der Hinterbliebenen abgestimmt. Künftig werde sich eine ehrenamtliche Stiftungsleitung darum kümmern, wie die Spendengelder verteilt werden sollen.

Gelder sollen in zehn Jahren vollständig ausgezahlt sein

Die vorgesehene Stiftungsvorsitzende werde sich am kommenden Wochenende bei einem weiteren Nachsorge-Treffen den Hinterbliebenen vorstellen. Das Geld der Stiftung solle im Laufe der kommenden zehn Jahre komplett ausgezahlt werden. "Durch die Stiftungskonstruktion entstehen keine Verwaltungs- und Personalkosten", betont die Stadt.

Spenden sollen Zweck erfüllen

Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) zeigt Verständnis dafür, dass viele Menschen sich gefragt haben, warum es mit der Stiftungsgründung nicht schneller gehe.

"Wir wollen aber in jedem Fall einen rechtlich sicheren Rahmen schaffen, damit die Auszahlung der Spendengelder auch tatsächlich bei den Betroffenen den vorgesehenen Zweck erfüllt."

Bevor eine große Summe überwiesen werde, würde geprüft, ob diese nicht Ansprüche gegenüber Versicherungen oder Sozialkassen verwirkten, betonte Leibe weiterhin.

Soforthilfe von 10.000 Euro nach Amokfahrt

Unmittelbar nach der Amokfahrt haben nach Angaben der Stadt alle Hinterbliebenen 10.000 Euro an Soforthilfe bekommen. Über eine dauerhafte Gedenkstätte für die Opfer gebe es Gespräche mit den Familien.

Anklage wegen Mordes gegen mutmaßlichen Täter

Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft Trier den mutmaßlichen Amokfahrer von Trier wegen Mordes in fünf Fällen und versuchten Mordes in 18 Fällen angeklagt. Wann der Prozess vor dem Landgericht Trier beginnt, steht noch nicht fest.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der beschuldigte 51-jährige Mann am 1. Dezember mit einem Range Rover in der Trierer Innenstadt gezielt Menschen anfuhr, um so viele Menschen wie möglich zu töten. Fünf Menschen im Alter zwischen 9 Wochen und 73 Jahren wurden getötet. Zahlreiche Menschen wurden verletzt.

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