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Stephan Ackermann hat sich als vor allem bei der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche einen Namen gemacht. Heftige Debatten gibt es seit Jahren über die Gemeindereform im Trierer Bistum.

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Harald Tittel/dpa)
Der Trierer Bischof Stephan Ackermann picture alliance/Harald Tittel/dpa

Stephan Ackermann ist seit 2009 Bischof von Trier. Für die Bischofskonferenz übt der 56-Jährige seit zehn Jahren das Amt des Missbrauchsbeauftragten aus. Eine schwierige Rolle, in der er unterschiedlichsten Seiten gerecht werden muss. Er betont immer wieder, dass der Schutz der Betroffenen wichtiger sei als der Schutz der Institution Kirche. Auch erklärt er, er habe in seinem Amt in "viele Abgründe" schauen müssen, die seinen Blick auf Kirche verändert hätten.

Als Bischof von Trier zeigt Ackermann, dass er in puncto Seelsorge und religiöses Leben bereit ist, neue Wege zu gehen. Die im Bistum nicht unumstrittene Gemeindereform zielt auf flächendeckend neue Strukturen und wurde unter Beteiligung einer Bistumssynode erarbeitet. Mit Blick auf Leitungsformen, Machtteilung und Frauen in Führungspositionen zeigt sich Ackermann offen für Veränderungen. Zugleich befürwortet er das Zölibat und sprach sich mehrfach gegen Weiheämter für Frauen aus.

Ackermann wurde am 20. März 1963 im rheinland-pfälzischen Mayen geboren. Er studierte Theologie in Trier und Rom und wurde 1987 zum Priester geweiht. Von 2006 bis 2009 war er Weihbischof im Bistum Trier, bevor Papst Benedikt XVI. ihn 2009 zum Bischof von Trier ernannte. Seit 2007 leitet er die Liturgiekommission der Bischofskonferenz. Elf Jahre war er Vorsitzender der Deutschen Kommission "Justitia et Pax".

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