Stadtführung für Blinde durch Trier (Foto: SWR, Angelika Witczak)

Stadtführung für Blinde und Sehbehinderte

Blinde Menschen ertasten Trier

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Fühlen statt Sehen: Damit auch blinde und sehbehinderte Menschen erfahren, wie schön Trier ist, organisiert das Bistum Trier spezielle Stadtführungen.

Wie sieht eigentlich die Porta Nigra aus und wieso sieht sie so aus? Wie groß sind die Kaiserthermen? Solche und andere Fragen locken viele Menschen nach Trier und bewegen sie zu einer Stadtführung. Doch der wichtigste Sinn dabei ist meist das Sehen.

Um auch sehbehinderten Menschen Trier und seine Geschichte erlebbar zu machen, bietet die Tonpost des Bistums Trier eine Stadtführung nach dem Motto "Trier mit fast allen Sinnen erleben" an.

Stadtführung für Blinde durch Trier (Foto: SWR, Angelika Witczak)
In Trier stehen Modelle von wichtigen Bauwerken wie dem Trierer Dom. Die Teilnehmer einer Stadtführung für Blinde bekommen so eine Vorstellung davon. Angelika Witczak Bild in Detailansicht öffnen
Eine Teilnehmerin an einer Stadtführung für Blinde ertastet die Außenmauer des Trierer Doms und erfährt so mehr über seine Geschichte. Angelika Witczak Bild in Detailansicht öffnen
Die Teilnehmer ertasten auch sogenannte taktile Pläne von den Bauwerken. Hier erfahren sie mehr über den Trierer Dom. Angelika Witczak Bild in Detailansicht öffnen
Im Trierer Dom ertasten Blinde ein Labyrinth auf der Altarinsel ... Angelika Witczak Bild in Detailansicht öffnen
... und ein Relief im Kreuzgang des Doms. Angelika Witczak Bild in Detailansicht öffnen
Vor der Porta Nigra steht ein Metall-Modell. Daran können sich Blinde eine Vorstellung des Gebäudes machen. Angelika Witczak Bild in Detailansicht öffnen
Die Teilnehmer ertasten ein Modell der römischen Stadt. Angelika Witczak Bild in Detailansicht öffnen
Bei der Führung können auch Sehende erleben, wie es für Blinde ist, die Stadt zu entdecken. Dafür liegen Augenbinden bereit. Bild in Detailansicht öffnen

Auch Sehende können mitmachen

Die Führung zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Trier dauert zwei Stunden. Das Besondere daran: Auch Sehende können dabei erleben, wie es für Blinde ist, die Stadt zu erkunden. Für sie liegen Augenbinden bereit.

Während der Führung können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die 2.000 Jahre alte Geschichte der Stadt erspüren, Geschichten aus dem Leben der Römer hören, Modelle, Pläne, Formen und Ornamente ertasten sowie die Atmosphäre der ehemaligen Kaiserpaläste wahrnehmen.

Weitere Stadtführungen durch Trier geplant

Die Tonpost des Bistums Trier möchte in Zukunft noch mehr Stadtführungen für Blinde und Sehbehinderte anbieten. Dafür sollen sich Interessenten anmelden unter tonpost@bistum-trier.de.

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