Enkeltrick (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Karl-Josef Hildenbrand)

Mehr als 30 Fälle

Drei Männer wegen Enkeltrick in Trier angeklagt

STAND

Die Staatsanwaltschaft Trier hat drei Männer angeklagt, die für zahlreiche Enkeltrickanrufe verantwortlich sein sollen. Insgesamt sollen sie an 32 Fällen beteiligt gewesen sein.

Aufgefallen war der Betrug im November 2020. Laut der Staatsanwaltschaft hat sich ein angeblicher Enkel bei einer 85-jährigen Rentnerin gemeldet. Er habe erklärt, dass er Geld für den Kauf einer Immobilie brauche. Wenig später sei ein anderer Mann gekommen, um das Geld abzuholen. Aufmerksame Nachbarn hätten die Übergabe jedoch verhindern können.

Ermittlungen führten zu den drei Männern

Gemeinsame Ermittlungen der Kriminaldirektion Trier und der Staatsanwaltschaft Trier hätten zu dem konkreten Verdacht gegen die 34, 38 und 53 Jahre alten Männer geführt. Dabei seien Verbindungen zu anderen ähnlichen Taten in Rheinland-Pfalz und nahezu im gesamten Bundesgebiet ans Licht gekommen.

Insgesamt handele es sich um 32 Fälle. Bei zehn davon sei es beim Versuch geblieben. In 22 Fällen haben die Opfer den Tätern laut Polizei jeweils Geld und Wertgegenstände im Wert zwischen 10.000 Euro und ca. 200.000 Euro übergeben.

Rheinland-Pfalz

Immer mehr Fälle in Rheinland-Pfalz Wie Kriminelle mit Schockanrufen Familien unter Druck setzen

Vermehrt meldet die Polizei betrügerische Schockanrufe in Rheinland-Pfalz. Oft kombiniert mit anderen Betrugsmaschen. Bericht einer Betroffenen und Tipps der Polizei.  mehr...

Zur Sache Rheinland-Pfalz! SWR Fernsehen RP

Betrugstaten in fast ganz Deutschland

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollen die drei Männer zwischen September 2020 bis April 2021 Mitglieder einer professionell organisierten Bande gewesen sein. Demnach ereigneten sich die Fälle in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.

Täter erfinden zahlreiche Geschichten, um Opfer zu betrügen

Dabei hätten sie bei älteren Menschen angerufen und sich als Polizeibeamter, Richter oder Staatsanwälte ausgegeben. Teilweise hätten sie vorgegeben, ein naher Verwandter zu sein, der sich in einer Notsituation befände und dringend Geld brauche. In einem Fall hätte sich der Anrufer als Sohn des Opfers ausgegeben. Er habe angegeben, mit Corona auf einer Intensivstation zu liegen und er brauche dringend Geld für ein neues Medikament.

Anrufer sitzen vermutlich im Ausland

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Anrufer, die bisher noch unbekannt sind, aus dem Ausland agieren. Das Geld und die Wertgegenstände seien dann von Abholern entgegengenommen worden. Die angeklagten Männer sollen als Logistiker gearbeitet und die Taten vor Ort koordiniert haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft schweigen diese bisher zu den Tatvorwürfen.

Neue Betrugsmasche Whatsapp-Betrug: Enkeltrick via Messengerdienst

Für den Enkeltrick nutzen Verbrecher nun auch Messengerdienste: Man erhält Nachrichten auf Whatsapp, angeblich von der neuen Handynummer des Kindes, das vermeintlich in Geldnot ist.  mehr...

Marktcheck SWR Fernsehen

Marktcheck „Enkeltrick“ via Whatsapp

"Marktcheck" berichtet über eine neue Betrugsmasche, bei der Betrüger:innen alte Menschen über den Messengerdienst Whatsapp kontaktieren und sich als ihre Kinder ausgeben.  mehr...

Falsche Polizisten Enkeltrick 2.0

Der Enkeltrick-Betrug ist vielen bekannt. Doch Betrüger haben ihn weiterentwickelt und ihn mit einem zusätzlichen Anruf vermeintlicher Polizisten kombiniert. So können Sie sich schützen.  mehr...

Vorsicht Verbrechen SWR Fernsehen

STAND
AUTOR/IN