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Detlev Kappel trainiert schon seit vielen Jahren Personenspürhunde und bildet auch Trainer aus. Schon lange plant er eine Spürhunde-Staffel für Trier und im April soll es soweit sein. Dafür wird jede Woche fleißig trainiert.

Kurz riechen – und los, Suchhündin Fabia nimmt die Fährte auf. Wir befinden uns im Trierer Palastgarten und Suchhündin Fabia absolviert einen sogenannten "Trainingstrail", eine Trainingssuche. Die Geruchsprobe kommt von einer Person, die sich versteckt hält und auf dem Weg zu ihrem Versteck einzelne Geruchsspuren an Gräsern oder Statuen hinterlassen hat.

Ausbildung zum Suchhund dauert etwa drei Jahre

Für Hunde wie Fabia, die bereits am Ende ihrer drei Jahre langen Ausbildung zum Suchhund sind, reicht das aus: nach kurzem Zögern findet sie die Fährte, rennt los und wird schon bald fündig.

Detlev Kappel mit seinen Spürhunde-Trainern der Spürhundeschule K9. (Foto: SWR)
Detlev Kappel mit seinen Spürhunde-Trainern der Spürhundeschule K9.

"Eine Personensuche von etwa 800 Meter ist für einen Hund so anstrengend, wie ein Marathonlauf für uns Menschen. Er muss sich extrem konzentrieren, das kostet Energie."

Detlev Kappel, Spürhunde-Ausbilder

Ausgebildet wurde Fabia von Detlev Kappel. Er ist Trainer und Ausbilder an der K9 - Spürhundschule. K9 ist angelehnt an das englische "canine" für hündisch. Dort hat er schon zahlreiche Vermisstensuchen durchgeführt.

"Mantrailing" ist Leistungssport für Hunde

Um die Hunde dafür zu trainieren, werden sie im "Mantrailing" geschult, also in der Personensuche. Die gesamte Suche verläuft über die Einprägung eines bestimmten Geruchs. Das ist sehr anstrengend und braucht viel Konzentration. Deshalb können Spürhunde nur bis zu 5 Jahre in diesem Bereich arbeiten.

Aber Detlev Kappel hat nicht nur Hündin Fabia ausgebildet, sondern auch ihr Frauchen Antje Schulten. Seit drei Jahren ist auch sie Trainerin bei der Spürhundeschule K9 und eine derjenigen, die die zukünftige Spürhundestaffel in Trier trainiert.

Trainerin Antje Schulten und Hündin Fabia. (Foto: SWR)
Trainerin Antje Schulten und Hündin Fabia.

"Eigentlich kann das jeder Hund - es kann sogar wie ein Eisbrecher wirken, dass der Hund auch wieder Vertrauen zum Menschen bekommt."

Detlev Kappel, Spürhunde-Ausbilder

Detlev Kappel ist bereits seit über 12 Jahren bei K9 und kam dazu, weil er merkte, dass sein Hund nicht ausgelastet war und er etwas Sinnvolles mit ihm machen wollte. Durch das Training entsteht ein "Wir-Gefühl" zwischen Besitzer und Hund. Das möchte er auch an andere Hundebesitzer weitergeben, insbesondere in seiner Heimatstadt Trier.

Eigene Spürhunde-Staffel für Trier

Dort ist er gerade dabei,  den Verein Personenspürhunde-Trier e.V. zu gründen.  Im April soll er eingetragen sein. Die Suchstaffel von Trier soll immer dann zum Einsatz kommen, wenn Menschen vermisst werden und nach ihnen gesucht wird. Mensch und Hund sollen so die Arbeit der Polizei unterstützen und zum Beispiel vermisste Personen aus Altenheimen finden.

Spürhund in Ausbildung: Frauchen Gudrun Zoltschka aus Trier mit Hündin Toffy. (Foto: SWR)
Spürhund in Ausbildung: Frauchen Gudrun Zoltschka aus Trier mit Hündin Toffy.
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