STAND

Schnee und glatte Straßen haben den Berufsverkehr vielerorts in Rheinland-Pfalz ausgebremst. Für das Wochenende warnen die Meteorologen wieder vor Sturmböen.

Schnee und Glatteis begleiteten viele Menschen am Donnerstagmorgen auf ihrem Weg zur Arbeit. Bei einer Reihe von Unfällen in Worms wurden laut Polizei mindestens zwei Menschen leicht verletzt. Innerhalb einer halben Stunde ereigneten sich dort im Berufsverkehr zwischen der Bundesstraße 9 und dem Flugplatz gleich fünf Unfälle mit insgesamt fünf Autos und zwei Lastwagen. Ursache sei Glatteis gewesen, teilte ein Sprecher der Polizei mit. Die Straßen waren für drei Stunden voll gesperrt.

Unfälle auch im Hunsrück und in der Pfalz

Auch im Hunsrück war die für Berufspendler wichtige B50 zwischen Sohren und Kirchberg (Rhein-Hunsrück-Kreis) stundenlang gesperrt. Ein Lastwagen sei in die mittlere Schutzplanke gekracht und habe sich festgefahren, sagte eine Polizeisprecherin. Die glatte Straße war bis 10 Uhr in Richtung A61 voll gesperrt. Das Fahrzeug musste befreit und die Trümmerteile geborgen werden.

Zwei Menschen wurden bei einem Frontalzusammenstoß in Laumersheim (Landkreis Bad Dürkheim) verletzt. Wie die Polizei mitteilte, kam ein 33-Jähriger in einer Linkskurve wegen Glatteis mit seinem Fahrzeug ins Schleudern und stieß mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Die beiden Beifahrer wurden leicht verletzt. In Frankenthal kam ein 29-Jähriger von der glatten Fahrbahn ab, schlitterte in den Graben und landete mit seinem Auto auf dem Dach. Laut Polizei hatte er Glück im Unglück und blieb unverletzt.

Dauer

Lkw standen quer auf der Fahrbahn

Schon am Mittwoch hatte es im Hunsrück rund um Morbach und Thalfang Behinderungen auf den Straßen durch Schnee gegeben. Auf mehreren Straßen, darunter der B327, hätten Lkw nach Polizeiangaben nicht mehr weiterfahren können oder hätten auf der Fahrbahn quer gestanden. Auch auf der B269, L164 und L150 kam es zu Behinderungen.

Erneut schwere Sturmböen möglich

Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) bleibt das Wetter in Rheinland-Pfalz nach dem Sturmtief "Sabine" in den nächsten Tagen ungemütlich und nass. Zudem lebe der Wind wieder auf, es sind auch wieder schwere Sturmböen möglich - vor allem am Sonntag wird der Wind immer stärker.

Noch keine Bilanz zu Waldschäden durch "Sabine"

Unterdessen teilte die Zentralstelle der Forstverwaltung mit, dass es noch unklar sei, wie sehr "Sabine" in den rheinland-pfälzischen Wäldern gewütet hat. Da noch weitere Sturmböen erwartet würden, sei es noch zu gefährlich, sich ein Bild vor Ort zu verschaffen. Am Donnerstag war ein Mann im Wald bei Kell am See (Landkreis Trier-Saarburg) verletzt worden. Er hatte Sturmschäden in seinem Wald beseitigen wollen.

STAND
AUTOR/IN