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Menschen in der Region Trier tragen seit 2018 ihren Biomüll selbst zu Containern. Der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier ART sagt: das umstrittene Bringsystem habe sich bewährt.

Auf der Versammlung des Verbandes Donnerstagabend wurden die Ergebnisse der wissenschaftlichen Studie zu dem System mit Sammelstellen für Bioabfälle - ähnlich den Altglascontainern - vorgestellt. Seit 2018 hat sich die Menge der gesammelten Bioabfälle verzehnfacht. Auch für dieses und das kommende Jahr rechnet der Abfallverband mit weiterem Zuwachs.

Mehr Sammelcontainer für Bioabfälle

Ursprünglich gab es in der Region Trier nur 84 Sammelcontainer für Bioabfälle, inzwischen sind es mehr als 1000. Der Zweckverband beschloss, an den Sammelstellen für Bioabfälle festzuhalten.

Kritik an Biotüte

Kritik am Sammelsystem hatte es immer wieder gegeben. Beispielsweise gab der Naturschutzbund NABU zu Bedenken, dass freiwillige Bringsysteme wie die Biotüte in der Region Trier zu mehr Autoverkehr führten. Denn die Sammelstellen seien nicht nah genug an jedem Haushalt. Der NABU sprach sich für eine Biotonne aus, die vom Müllentsorger abgeholt wird. Auch die Deutsche Umwelthilfe spricht sich für die Biotonne statt Biotüte aus.

Kreis Vulkaneifel führt für Biotonne wieder ein

Im Kreis Vulkaneifel gibt es seit Anfang des Jahres zwei Möglichkeiten, Biomüll zu entsorgen. Dort wurde die Biotonne zusätzlich zum bestehenden Containersystem für Biomüll wieder eingeführt. Denn als dort die Biotonne zugunsten der Biotüte abgeschafft wurde, hatten viele Bürger protestiert. Der Kreistag beschloss daher 2020, die Biotonne wieder anzubieten. Dafür wurden sogar die Abfallgebühren geändert. Die Nutzer der Biotonne müssen eine zusätzliche Jahresgebühr von rund 111 Euro zahlen.

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