Mann trinkt sprudel (Foto: IMAGO, imago/MiS)

Hitzewelle in der Region Trier

Die härtesten Hitze-Jobs in der Region Trier

STAND

Sie müssen auch bei über 40 Grad im Schatten ihre Jobs erledigen. Egal ob Tennistrainer, Stadtführer im Römerkostüm oder Tierparkleiter - bei ihnen ist Schwitzen alternativlos.

Die Tennisanlage des TC Trier in der Nähe des Moselstadions. Es ist zehn Uhr. Platz 25 liegt noch im Schatten - die Temperatur ist angenehm. Gerwin Stupperich gibt die erste Trainerstunde des Tages.

In einer Stunde brennt aber auch hier die Sonne erbarmungslos herunter. Acht weitere Stunden wird der 58-jährige Tennistrainer heute noch absolvieren - die meisten in der prallen Sonne bei Temperaturen um die 40 Grad. So einen Tag übersteht man nur gut vorbereitet:

Rekordtemperatur in der Region Trier (Foto: SWR)
Gerwin Stupperich bei einer Trainerstunde auf der Anlage des TC Trier.

"Man muss sich den Temperaturen anpassen, sowohl mit dem, was man den Schülern aber auch sich selber zumutet. Wichtig ist, viel zu trinken und immer ein gekühltes Handtuch in der Tasche zu haben."

Keine Alternative bei Rekord-Temperaturen

Die benachbarte Tennishalle ist keine Ausweichmöglichkeit bei den derzeitigen Temperaturen. Dort staut sich die Hitze noch mehr. Gerwin Stupperich verlegt so manche Trainerstunde auf den späten Nachmittag. Da senkt sich der Schatten wieder über einige Plätze und bringt etwas Abkühlung.

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Hitzeschlacht in Römer-Rüstung

Auch Guillaume Karl bereitet sich auf seinen Arbeitstag vor. Der Schauspieler nimmt Touristen mit auf eine Zeitreise ins Trier vor 1800 Jahren. Auf der sogenannten Erlebnisführung "Das Geheimnis der Porta Nigra" tritt er heute als römischer Centurio auf. Damit die Zeitreise auch möglichst perfekt ist, muss auch das Kostüm stimmen. Inklusive Brustpanzer wiegt das Outfit mehr als 15 Kilogramm.

Centurio an der Porta Nigra (Foto: SWR)
Schauspieler Guillaume Karl als römischer Centurio.

"Das Tragen der Uniform ist jetzt nicht so schlimm aber wenn man sich 75 Minuten immer wieder bewegen muss, dann dampft man regelrecht unter dem Umhang."

Mehrere T-Shirts durchgeschwitzt

Jetzt, in der Hochsaison, gibt Guillaume Karl bis zu fünf Vorstellungen am Tag. Dabei schwitzt er mehrere T-Shirts durch. Immerhin der zweite Teil des Stückes spielt im Inneren der Porta Nigra, wo es deutlich kühler ist. Außerdem darf er dann seine schwere Rüstung ablegen.

Erlebnisführungen im Amphitheater noch heißer

Und noch etwas freut den Schauspieler: Wegen einer Konzertreihe gibt es bis Ende Juli keine Erlebnisführungen im Amphitheater. Normalerweise schlüpft er dort in die Rolle des Gladiators Valerius. In der einstigen römischen Arena sei der Job, fast ohne Schatten, noch schweißtreibender, schmunzelt Guillaume Karl.

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Rekordtemperatur in der Region Trier (Foto: SWR)
Der Leiter des Wildparks Willigerd Emontspohl achtet darauf, dass die Tiere gut durch die Hitzeperiode kommen.

Tiere ziehen sich in den Wald zurück

Wer bei diesen Temperaturen durch den 8,5 Kilometer langen Safari-Park fährt, muss hier und dort etwas Geduld haben. An den Beobachtungstribünen tummeln sich bei 40 Grad weniger Tiere als sonst. Wild und andere Tiere bevorzugen an diesen Tagen den schattigen Wald auf dem 220 Hektar großen Gelände.

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SWR