Studierende der Hochschule Trier haben die interaktive Medieninstallation an der Porta Nigra entwickelt (Foto: SWR, Nicole Mertes)

Projekt der Hochschule Trier

Erinnerung an Holocaust-Opfer: Installation an Porta Nigra

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Studierende der Hochschule Trier haben zum Holocaust-Gedenktag eine interaktive Medieninstallation an der Porta Nigra entwickelt.

Die Installation wurde am Donnerstagabend von Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) und Vertretern der jüdischen Gemeinde eröffnet. Die Installation erinnert an die ermordeten NS-Opfer aus Trier und dem Umland.

Mehrere hundert Menschen haben an der Porta Nigra in Trier der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. (Foto: SWR, Nicole Mertes)
Menschen, die die Installation nutzen, können mit einer Taschenlampe oder mit der Taschenlampe ihres Smartphones Licht spenden. Nicole Mertes

Mit Taschenlampe Licht spenden

Menschen, die die Installation nutzen, können mit einer Taschenlampe oder mit der Taschenlampe ihres Smartphones Licht spenden. Je mehr Menschen ein Licht spenden, umso heller erstrahlt die Installation.

Dabei erfahren Besucher auch etwas über das Leben der jüdischen Menschen aus Trier, wie es vor der Deportation war. Etwa 650 Frauen und Männer jüdischen Glaubens waren zwischen 1941 und 1943 von Trier aus in Konzentrationslager deportiert worden.

Mehrere hundert Menschen haben an der Porta Nigra in Trier der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. (Foto: SWR, Nicole Mertes)
Das interaktive Kunstwerk ermöglicht es jedem, mehr über das Schicksal der etwa 600 jüdischen Menschen aus Trier zu erfahren, die von Nazis in Konzentrationslager deportiert und ermordet wurden. Nicole Mertes

"Um auch eine neue Generation zu gewinnen, ist Digitalisierung essenziell. Aus der Geschichte lernen und Zukunft aufbauen - für Vielfalt und für unsere jüdische Gemeinde."

Die Installation an der Porta Nigra ist noch bis Samstag von 17:30 bis 21:30 Uhr zu sehen.

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