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Der verlängerte Shutdown verschärft nach Einschätzung der Industrie- und Handelskammer Trier die Gefahr für hiesige Betriebe, insolvent zu gehen. Eine Branche sei besonders betroffen.

Der Geschäftsführer der IHK Trier, Jan Glockauer, sagte, bei vielen Bekleidungsgeschäften in der Region etwa liege die Winterware noch unverkauft in den Regalen, während die Ware für das Frühjahr schon bestellt und bezahlt werden müsse. Die Betriebe müssten weiter diese schwierige Situation aushalten. "Das bedeutet, dass die Mitarbeiter nicht beschäftigt werden können", so Glockauer. "Wir müssen dafür sorgen, auch durch staatliche Hilfsmaßnahmen, die Überlebensfähigkeit der Unternehmen zu sichern."

"Jetzt müssen gerade die Risikogruppen zügig geimpft werden, damit dann ein Wiederhochfahren unserer Wirtschaft wieder möglich wird."

Jan Glockauer, Hauptgeschäftsführer der IHK Trier

"Lockdown sinnvoll nutzen"

Trotzdem habe die IHK Trier Verständnis für die gestern von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen. Sie fordert allerdings, die verlängerte Shutdown-Zeit sinnvoll zu nutzen. Das heißt: Die Infektionszahlen so zu senken, dass Einzelhandel, Gastronomie und Hotels wenigstens im Februar wieder öffnen könnten.

"Viele werden in den nächsten Wochen und Monaten Probleme haben, ihre Rechnungen zu zahlen."

Patrick Sterzenbach, Vorstizender City-Initiative Trier

City-Initiative Trier wünscht sich "Online-Abgabe"

Der Vorsitzende der Trierer City-Initiative, Patrick Sterzenbach, warnt vor einem Ausbluten der Innenstädte. Die Einzelhändler seien hart getroffen: "Viele sind schon an der Belastungsgrenze und werden in den nächsten Wochen und Monaten Probleme haben, ihre Rechnungen zu zahlen." Er wünsche sich, dass die Politik durch eine Abgabe für den Online-Handel eine Chancengleichheit herstelle. Die Abgabe solle an die Kommunen fließen, die mit dem Geld dann die Innenstädte attraktiver gestalten könnten.

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