Jedes Jahr im August bewegt sich die Erde durch den Meteoritenschwarm eines Kometen. Die kleinen Trümmerteile ziehen als Sternschnuppen über den Himmel. (Foto: Ulrich Klein, Astronomische Vereinigung Vulkaneifel am Hohen List)

Perseidenschwarm im August

Sternschnuppen über Schalkenmehren

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Wer eine Sternschnuppe sieht, darf sich etwas wünschen. Besucherinnen und Besucher der Sternwarte Hoher List in Schalkenmehren hatten dazu am Donnerstag besonders viel Gelegenheit. Es war wieder Zeit für den Perseidenschwarm.

Einmal im Jahr, rund um den 12. August, kreuzt die Erde die Bahn eines Kometen. Der verliert kleine Staubteilchen. Die Erde rast hindurch, die Teilchen glühen in der Erdatmosphäre auf und sind vermehrt als Sternschnuppen zu sehen.

Diese und weitere Informationen erhalten Besucherinnen und Besucher der Sternwarte Hoher List in Schalkenmehren am Donnerstag von Prof. Dr. Ulrich Klein.

Viele Besucherinnen und Besucher sind gespannt auf den Perseidenschwarm über dem Observatorium Hoher List. (Foto: SWR, Anna-Carina Blessmann)
Viele Besucherinnen und Besucher sind gespannt auf den Perseidenschwarm über dem Observatorium Hoher List. Anna-Carina Blessmann

"Sternschnuppen gibt es rund ums Jahr. Aber bei diesem jährlichen Spektakelchen der Perseiden können Sternschnuppen alle paar Minuten vorkommen. Das ist nicht nur wissenschaftlich interessant, sondern hat auch eine gewisse Romantik."

Er und seine Mitstreiter von der Astronomischen Vereinigung Vulkaneifel (AVV) haben zum Sternegucken eingeladen und viele Interessierte sind begeistert gekommen.

Viele sind im Urlaub in der Eifel und wollen sich das Spektakel am Himmel nicht entgehen lassen. Wie Ralph Schneider, der mit seiner Familie zur Sternwarte gewandert ist: "Vor allem für die Kinder ist das spannend. Mit dem Picknick wird das ein schöner, familiärer Abend."

Jedes Jahr im August bewegt sich die Erde durch den Meteoritenschwarm eines Kometen. Die kleinen Trümmerteile ziehen als Sternschnuppen über den Himmel. (Foto: Ulrich Klein, Astronomische Vereinigung Vulkaneifel am Hohen List)
Jedes Jahr im August bewegt sich die Erde durch den Meteoritenschwarm eines Kometen. Die kleinen Trümmerteile ziehen als Sternschnuppen über den Himmel. Ulrich Klein, Astronomische Vereinigung Vulkaneifel am Hohen List Bild in Detailansicht öffnen
Die Sternschnuppen lassen sich von einer Wiese oder einem Hang aus in Richtung Osten beobachten. Am besten auf dem Land, weil es hier nicht eine solche Lichtverschmutzung wie in der Stadt gibt. Linus Sorg Bild in Detailansicht öffnen
Mit einer sogenannten "AllSky-Kamera" fotografieren Astronomen den Sternenhimmel die ganze Nacht durch, um die besten Bilder zu erzielen. Antonio Schmusch Bild in Detailansicht öffnen

Kerstin Thinnes ist mit ihrem Mann zum ersten Mal an der Sternwarte. Sie möchte die Milchstraße sehen, schöne Fotos machen und gemütlich bei einem Gläschen Wein abwarten, was sich am Himmel tut.

"Ich hoffe, Sternschnuppen zu sehen, und vielleicht den einen oder anderen Wunsch erfüllt zu bekommen."

Ihre Hoffnung ist nicht umsonst: Auch die Experten vor Ort freuen sich, dass die Sicht so gut ist. Klarer Himmel und eine kleine Mondsichel, die nicht so hell strahlt, sind optimale Bedingungen, sagt Astronom Linus Sorg.

Viele Besucherinnen und Besucher waren gespannt auf den Perseidenschwarm über dem Observatorium Hoher List. (Foto: SWR, Anna-Carina Blessmann)
In einem Fachvortrag hat die AVV von Perseiden und bekannten Kometen wie Hale-Bopp oder Neowise berichtet. Anna-Carina Blessmann Bild in Detailansicht öffnen
Mit viel Geduld und Fachkenntnis kann man nach einem Sternschnuppenregen die Meteoriten aus dem All auf der Erde aufspüren und einsammeln. Anna-Carina Blessmann Bild in Detailansicht öffnen
Die Meteoriten sind für Astronomie-Fans sehr viel wert. Anna-Carina Blessmann Bild in Detailansicht öffnen

Dennoch müssen die Gäste noch etwas ausharren, bis die Sternschnuppen gegen 23 Uhr in voller Pracht erstrahlen. Bis dahin informieren sie sich in einem Fachvortrag.

Und erfahren, dass die Perseiden nicht nur nach dem Sternbild "Perseus" benannt sind. Sondern auch nach einem Märtyrer "Tränen des Laurentius" genannt werden.

Sternschnuppen kann man zwar auch mit bloßem Auge beobachten, wenn man sich an die Dunkelheit gewöhnt hat. Fotografieren lassen sie sich aber am besten mit einem Weitwinkelobjektiv. (Foto: SWR, Anna-Carina Blessmann)
Sternschnuppen kann man zwar auch mit bloßem Auge beobachten, wenn man sich an die Dunkelheit gewöhnt hat. Fotografieren lassen sie sich aber am besten mit einem Weitwinkelobjektiv. Anna-Carina Blessmann

Durch die Teleskope des Observatoriums kann man die Sternschnuppen allerdings nicht sehen. Dafür sind sie zu schnell. Gemütlich auf einer Picknickdecke auf den Wiesen rund um die Sternwarte klappt es aber sehr gut.

Mit Picknickdecken und dem richtigen Getränk hatten die Sternschnuppen auch etwas Romantisches. (Foto: SWR, Anna-Carina Blessmann)
Mit Picknickdecken und dem richtigen Getränk hatten die Sternschnuppen auch etwas Romantisches. Anna-Carina Blessmann

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