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Der Fall der vermissten Birgit Ameis steht offenbar vor der Aufklärung. Mehr als fünf Jahre nach ihrem Verschwinden hat ein Pilzsammler bei Büchenbeuren im Hunsrück sterbliche Überreste gefunden, die ihr zugeordnet werden konnten.

Laut Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach hatte der Pilzsammler am vergangenen Donnerstag gegen Mittag bei Büchenbeuren im Wald Knochen gefunden. Aufgrund der persönlichen Gegenstände sowie eines Gebissabgleichs habe man die Überreste identifizieren können. Es gebe noch keine Erkenntnisse, ob die zum Zeitpunkt ihres Verschwindens 54-Jährige einem Kapitalverbrechen zum Opfer gefallen sei oder einen tödlichen Unfall erlitten habe, so die Staatsanwaltschaft. Es werde nun vor Ort und auch rechtsmedizinisch weiter ermittelt.

Birgit Ameis war nach ihrem Dienst im Tower des Flughafens Hahn am Karsamstag 2015 spurlos verschwunden. Sie hatte dort beim Deutschen Wetterdienst gearbeitet.

Erfolglose Suchaktionen

Die Ermittler fanden damals heraus, dass die dreifache Mutter ihre Nachtschicht gegen sieben Uhr morgens beendet hatte, dort wurde sie zuletzt gesehen. Danach wollte Birgit Ameis vermutlich nach Hause, kam dort aber nie an. Stattdessen wurde ihr Auto drei Tage später auf einem Parkplatz im benachbarten Lautzenhausen gefunden. Eine groß angelegte öffentliche Suchaktion, bei der die Beamten auch von Tür zu Tür gingen und das Foto der vermissten Frau vorzeigten, brachte keine Ergebnisse. Zuletzt gingen die Ermittler nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr konkreten Hinweisen nach, aber auch diese führten ins Leere.

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