Ein Flugzeug steht auf dem Startfeld des Regionalflughafens Frankfurt-Hahn (Foto: SWR)

Regionalflughafen im Hunsrück

Neuer Geschäftsführer für Flughafen Hahn bestimmt

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Der ehemalige Chef des Flughafens Zweibrücken, Rüdiger Franke, soll künftig den Flughafen Hahn leiten. Nach SWR-Informationen soll er Geschäftsführer werden.

Wie aus Flughafenkreisen verlautete, haben die Chefs der neuen Eigentümerfirma, der "swift conjoy" aus Frankfurt, am Mittwoch den Betriebsrat über die Personalie informiert. Der Bauingenieur Franke führt bereits seit Oktober als Generalbevollmächtigter des Insolvenzverwalters die Geschicke am Hahn.

Franke war schon in Zweibrücken Chef

Beobachter halten dessen Management für eine wesentlichen Grund dafür, dass sich der Hahn zuletzt wirtschaftlich stabilisiert hat. Gegenüber dem SWR wollte sich der 58-Jährige nicht offiziell äußern. Er gehe jedoch davon aus, dass es "kontinuierlich weitergehe".

Bis 2014 war Franke Chef des Flughafens in Zweibrücken, bevor dieser wegen der Rückzahlung von EU-Geldern in Insolvenz ging. Als Berater arbeitete Franke dann für Regionalflughäfen in Deutschland.

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2021 meldete Flughafen Hahn Insolvenz an

2017 hatte der inzwischen schwer angeschlagene chinesische Konzern HNA für rund 15 Millionen Euro 82,5 Prozent der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH vom Land Rheinland-Pfalz erworben. Hessen hielt weiter die übrigen 17,5 Prozent. Im Oktober vergangenen Jahres meldete der ehemalige Militär-Airport Hahn dann Insolvenz an. Der Flugbetrieb ging jedoch vorerst weiter.

Ende Juni wurde bekannt, dass die Swift Conjoy GmbH aus Frankfurt am Main den Hunsrück-Flughafen vom Insolvenzverwalter kauft. Bei den neuen Eigentümern handelt es um ein Gemeinschaftsunternehmen aus der Swift Holding, die sich seit über zehn Jahren auf Immobilien und Finanzierung spezialisiert hat, und dem Conjoy-Teil. Dieser wurde erst vergangenes Jahr von englischen und australischen Unternehmern gegründet, die nach eigenen Angaben Erfahrung im Bereich Luftfahrt, Flughäfen und Reise haben. Über die Details des Kaufvertrages wurde Stillschweigen vereinbart.

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Flughafen soll ausgebaut werden

Die Käufer kündigten an, den Passagier- und Frachtbetrieb ausbauen zu wollen. Alle etwa 430 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen weiter beschäftigt werden. In der Region sollen zudem neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

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