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Ein 65 Jahre alter Patient aus dem Kreis Trier-Saarburg ist an der Corona-Infektion gestorben. Das haben die Stadt Trier und die Kreisverwaltung Trier-Saarburg am Samstagabend mitgeteilt.

Der Patient erlag demnach am Samstagvormittag im Corona-Gemeinschaftskrankenhaus in Trier der Infektion, nachdem er mit einer Vorerkrankung bereits zuvor stationär aufgenommen worden war. Landrat Günther Schartz (CDU) und der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) zeigten sich betroffen von der Nachricht. "Heute ist ein trauriger Tag", schrieb Oberbürgermeister Leibe auf Facebook. "Unser Mitgefühl gilt der Familie des Verstorbenen", so Landrat Schartz.

Weitere bestätigte Fälle am Wochenende

Dem Trierer Gesundheitsamt wurden am Samstag weitere bestätigte Fälle einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet. Damit erhöht sich die Zahl der bestätigten Fälle in der Stadt Trier auf 47. Im Landkreis Trier-Saarburg sind inzwischen 57 bestätigte Infektionen gemeldet. Acht Patienten aus Kreis und Stadt befinden sich in stationärer Behandlung im Klinikum Mutterhaus Nord.

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm haben sich - Stand Sonntag - bisher 91 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Hiervon gelten 13 Personen inzwischen als genesen, teilte die Kreisverwaltung mit. Bei ihnen war demnach keine Infektion mehr feststellbar, sodass sie aus der Quarantäne entlassen werden konnten.

Im Landkreis Bernkastel-Wittlich stieg die Zahl der bestätigten Corona-Fälle am Sonntag laut Kreisverwaltung deutlich an. So wurden der Verwaltung sieben weitere Fälle bekannt. Im Kreis Bernkastel-Wittlich haben sich demnach bislang 56 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Zwei Patienten werden laut Verwaltung auf der Intensivstation behandelt. Ein Patient werde beatmet. Neun Menschen seien wieder genesen.

Im Kreis Vulkaneifel haben sich bislang 48 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert - davon gelten inzwischen zwölf Personen als geheilt. Die übrigen 36 infizierten Menschen sind laut Kreisverwaltung alle in einem guten gesundheitlichen Zustand. Niemand der positiv getesteten Personen in der Vulkaneifel musste sich bisher in stationäre Behandlung begeben.

Im Landkreis Birkenfeld hat sich die Zahl der bestätigten Corona-Fälle am Sonntag auf 34 erhöht.

US-Airbase Spangdahlem betroffen

Auch auf dem US-Militärflugplatz in Spangdahlem gibt es die ersten bestätigten Corona-Fälle. Bei zwei amerikanischen Luftwaffen-Angehörigen sei das Coronavirus bestätigt worden, teilte die Air Base im Eifelkreis Bitburg-Prüm am Freitag mit. Die Männer seien nun isoliert in Quarantäne untergebracht. Auch für deren Angehörige sei eine 14-tägige Quarantäne angeordnet worden.

Fieberambulanz in Trier wird in Ehrang konzentriert

Die Fieberambulanz in Trier-Ehrang soll ab Montag zentrale Anlaufstelle für Menschen mit Verdacht auf das Coronavirus werden. Zudem soll das Testcenter im Messepark ab Montag vorerst geschlossen werden. Das haben die Stadt Trier und die beiden Trierer Krankenhäuser am Freitag mitgeteilt. In der Fieberambulanz in Trier-Ehrang sollen nach Angaben der Stadt niedergelassene Ärzte die Corona-Verdachtsfälle beraten, untersuchen und auf das Virus testen. Eine Überweisung vom Hausarzt bräuchten die Patienten dafür nicht, sie sollten sich aber vorher telefonisch anmelden.

Vorstellung der neuen Fieberambulanz in Trier-Ehrang am Freitag (Foto: SWR)
Vorstellung der neuen Fieberambulanz in Trier-Ehrang am Freitag

Das andere Corona-Testcenter im Messepark soll nach einer Woche Betrieb geschlossen werden, weil sich dort immer weniger Menschen hätten testen lassen. Falls es aber wieder mehr Bedarf für Corona-Tests in Trier geben sollte, könne das Testcenter im Messepark jederzeit schnell wieder die Arbeit aufnehmen, sagte ein Sprecher der Stadt Trier.

Dauer

Ordnungsamt: Menschen einsichtig

Seit Dienstag gelten auch in der Region Trier wegen der Ausbreitung des Coronavirus weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Eine neue Rechtsverordnung sieht unter anderem vor, dass sich Menschen im öffentlichen Raum nur noch allein, zu zweit oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands aufhalten dürfen. Die Menschen in der Region Trier befolgen offenbar weitgehend das verschärfte Kontaktverbot in der Öffentlichkeit. Die Polizei teilte bisher kaum Auffälligkeiten mit. Triers Ordnungsdezernent Thomas Schmitt (CDU) sagte, bisher seien die Menschen sehr einsichtig.

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