Menschen haben Blumen und Kerzen für erschossenen Tankwart in Idar-Oberstein abgelegt (Foto: SWR)

Tödliche Schüsse

Nach Bluttat an Tankstelle in Idar-Oberstein: Anklage wegen Mordes erhoben

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Die Tat sorgte bundesweit für Entsetzen: Im September vergangenen Jahres erschoss ein 49-Jähriger einen Tankstellenmitarbeiter in Idar-Oberstein. Ein Streit um die Maskenpflicht soll der Grund gewesen sein. Jetzt wurde Anklage gegen den mutmaßlichen Todesschützen erhoben.

Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach wirft dem mutmaßlichen Täter aus Idar-Oberstein unter anderem Mord vor. Der Mann soll am 18. September vergangenen Jahres einen 20-jährigen Mitarbeiter einer Tankstelle in Idar-Oberstein erschossen haben.

Den Ermittlungsergebnissen zufolge geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Mann zunächst am Abend die Tankstelle betrat, um dort einzukaufen. Da er keinen Mund-Nasen-Schutz trug, soll es eine kurze Diskussion mit dem Tankstellenmitarbeiter gegeben haben.

Maskenpflicht offenbar Auslöser für die Bluttat in Idar-Oberstein

Nach dem Vorfall habe der Angeklagte die Tankstelle verlassen. Etwa anderthalb Stunden später habe er die Tankstelle erneut betreten, diesmal mit Mund-Nasenschutz. An der Kasse habe er seine Maske heruntergezogen.

Es sei zu einem Wortwechsel gekommen - daraufhin habe der Beschuldigte einen Revolver aus der Hosentasche gezogen und den Mitarbeiter in den Kopf geschossen. Der 20-Jährige sei sofort tot gewesen.

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Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, aus heimtückischen und niedrigen Beweggründen gehandelt zu haben.

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SWR