Ein Motorboot fährt über die Mosel bei Traben-Trarbach. (Foto: W. Malk / Motorbootrennen Traben-Trarbach e.V. )

Veranstaltung mit Geschichte

Motorbootrennen auf der Mosel bei Traben-Trarbach

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Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause findet am Wochenende in Traben-Trarbach wieder ein Motorbootrennen auf der Mosel statt. Das Rennen hat eine lange,aber auch traurige Geschichte.

Am Samstag und Sonntag wird er wieder in Traben-Trarbach zu hören sein: Der Lärm von Rennmotorbooten. Diese werden beim 39. Motorbootrennen in Traben-Trarbach unterhalb der Grevenburg teilweise mit mehr als 100 Stundenkilometern über die Mosel brettern. Darüber freut sich Wolfgang Malk vom Verein Motorbootrennen Traben-Trarbach, der die Veranstaltung organisiert.

"Wir hatten vor wenigen Monaten das noch für unmöglich gehalten. Deswegen hatten wir die Planungen zunächst auf Eis gelegt. Aber wie wir alle wissen, gab es dann weitere Corona-Lockerungen."

Wolfgang Malk vom Verein Motorbootrennen Traben-Trarbach steht neben Kunststoffbehältern an der Mosel. (Foto: SWR)
Wolfgang Malk vom Verein Motorbootrennen Traben-Trarbach steht neben Kunststoffbehältern, die zum Bau von Stegen verwendet werden, über die Fahrer und Techniker an die Rennboote kommen.

Veranstalter rechnet mit mindestens 2.000 Besuchern

Für das Rennwochenende werden Fahrer aus ganz Europa anreisen, die um Punkte in der sogenannten Internationalen Deutschen Meisterschaft fahren. Ebenso wird es Showprogramme mit Fahrten von alten Rennbooten sowie der amtierenden Deutschen Meisterin im Barfuß-Wasserskilaufen geben.

Die Veranstalter rechnen mit mindestens 2.000 Besucherinnen und Besucher. Die Stadt wird also voll sein. Davon profitieren dann auch Hoteliers und Restaurantbetreiber, sagt Stadtbürgermeister Patrice Langer. "Ich habe gehört, dass es schwierig sein wird, die Fahrer in den Hotels unterzubringen, weil in Traben-Trarbach diese am Renn-Wochenende gut besucht sein werden. Die Gastronomie wird ebenfalls einen großen Zuspruch haben."

Der Stadtbürgermeister von Traben-Trarbach, Patrice Langer. (Foto: SWR)
Der Stadtbürgermeister von Traben-Trarbach, Patrice Langer, hofft, dass es beim Motorbootrennen am Wochenende keinen Unfall gibt.

Tödliche Unfälle bei vergangenen Rennen

Die Veranstaltung, die mittlerweile zum 39. Mal stattfindet, war auch schon in vergangenen Jahren gut besucht. Die Gäste wurden dabei aber auch Zeugen tragischer Ereignisse. In den Jahren 2016 und 2018 starben zwei Fahrer bei dem Rennen. Die Vorfälle machen deutlich, dass das Motorbootrennen auch gefährlich ist, sagt Langer. Dennoch müsse es weitergehen.

"Auch nach diesem Vorfall kann man nicht sagen, dass wir nichts mehr machen. Wenn etwas passiert ist, versucht man in die Zukunft zu schauen. Man lehnt sich nicht zurück und sagt, das war es jetzt. Das wäre ja schade für alle Rennsportler. Wo sollen die denn noch fahren, wenn wir nach jedem Unfall sagen, das war es jetzt."

Veranstalter: Für Sicherheit der Fahrer ist gesorgt

Wolfgang Malk vom Verein Motorbootrennen Traben-Trarbach ist sich des Risikos bewusst. Deswegen, so sagt er, war die Sicherheit der Fahrer schon immer sehr wichtig. "Wir haben ein ausgebildetes Rettungsteam, Rettungstaucher, ein Rettungsboot steht ständig bereit. Sollte sich ein Boot überschlagen, können die Taucher innerhalb von Sekunden vor Ort sein."

"Ich wünsche mir, vor allem ein unfallfreies Rennen. Das ist für mich das Wichtigste."

Wolfgang Malk und Stadtbürgermeister Patrice Langer hoffen, dass es soweit nicht kommt. "Ich wünsche mir, vor allem ein unfallfreies Rennen. Das ist für mich das Wichtigste", sagt Langer.

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