Moore im Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Wie Moore gegen Folgen des Klimawandels helfen

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Nach wochenlanger Dürre und Hitze sind die Moore im Nationalpark Hunsrück noch immer voller Wasser.

Moor Ochsenbruch im Nationalpark Hunsrück-Hochwald (Foto: SWR, Lara Bousch)
Was aussieht wie eine Lichtung ist der Ochsenbruch, ein Moor. Lara Bousch
Diese kleinen, krumm gewachsene Bäumchen sind Moor-Birken. Auch wenn sie schmächtig aussehen, so sind diese Exemplare rund 300 Jahre alt, sagt der Ranger des Nationalparks Hartmut Hoffmann. Lara Bousch
Der Ranger zeigt mir eine Wasserlinse. Obwohl es seit Monaten nicht nennenswert geregnet hat, ist hier Wasser. Lara Bousch
Das Torfmoos ist eine der wichtigsten Pflanzen für das Moor. Es besitzt spezielle wasserspeichernde Zellen, die mit Löchern versehen sind und enorm viel Wasser speichern können. Lara Bousch
Es wächst endlos nach oben weiter und stirbt an seinen Enden, wo das Wasser steht ab. Aus den abgestorbenen Teilen bildet sich Torf. Die Pflanze sorgt für ein saures Umfeld. Durch den niedrigen pH-Wert und den fehlenden Sauerstoff werden im Moor keine Pflanzenreste zersetzt. Deshalb speichern Moore so viel CO2. Lara Bousch
Es gibt sehr viele unterschiedliche Torfmoose. Alle sind so selten, dass sie auf der roten Liste der bedrohten Arten stehen und besonders geschützt werden. Außerdem wachsen sie sehr langsam, ungefähr 19 Millimeter pro Jahr. Diese Moose dürfen nicht aus dem Wald entnommen werden. Lara Bousch

Torfmoose sind so aufgebaut, dass sie zwischen ihren Zellen Wasser speichern können. Die unscheinbare Pflanze kann das 20-fache ihres Gewichts an Wasser speichern. Sie besitzt keine Wurzeln, sondern stirbt an ihrem unteren Ende immer wieder ab und wächst einfach oben nach. Aus den abgestorbenen Teilen wird dann der Torf gebildet.

Nationalpark Hunsrück-Hochwald

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