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Der Verein der Missbrauchsopfer im Bistum Trier, MissBiT, befürchtet, dass die katholische Kirche die Frage finanzieller Entschädigungen hinauszögern könnte. Gemeinsam mit anderen hat sie einen offenen Brief an den Vorsitzenden der Bischofskonferenz unterzeichnet. Anlass für den offenen Brief sind Äußerungen des Vorsitzenden Bischof Bätzing über Sparzwänge der katholischen Kirche in der Corona-Krise – und beschlossene Sparmaßnahmen einzelner Bistümer. Missbit und andere Vereinigungen von Betroffenen sind nun besorgt, dass die Entschädigung der Missbrauchsopfer an Aufmerksamkeit verlieren könnte. Dabei seien immer mehr Betroffene alt und krank, viele auch schon gestorben. Die Bischofskonferenz hatte angekündigt, bis Herbst mitzuteilen, wieviel Geld den Opfern gezahlt werden soll. In einer Stellungnahme hieß es am Donnerstag, daran werde auf verschiedenen Ebenen seit Monaten gearbeitet; der Zeitplan werde bis jetzt eingehalten.

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