Missbrauchsopfer der katholischen Kirche im Bistum Trier demonstrieren vor dem Trierer Dom. Sie forderten den Rücktrittr des Trierer Bischofs Stephan Ackermann.  (Foto: SWR)

Missbrauch im Bistum Trier

Opferinitiative demonstriert vor Trierer Dom

STAND

Betroffene fordern eine lückenlose Aufarbeitung des Missbrauchsskandals im Bistum Trier und den Rücktritt von Bischof Ackermann: Die Initiative "MissBit" hat demonstriert.

Hintergrund ist ein Artikel des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel". Darin werfen Missbrauchsopfer der Katholischen Kirche Verschleppung bei der Aufarbeitung ihrer Fälle vor. Das Bistum hat Fehler eingeräumt. Einen Rücktritt lehnt Bischof Ackermann aber ab.

Missbrauchsopfer der katholischen Kirche im Bistum Trier demonstrieren vor dem Trierer Dom. Wiederholt forderten sie den Rücktritt des Trierer Bischofs Stephan Ackermann.  (Foto: SWR)
Missbrauchsopfer der katholischen Kirche im Bistum Trier demonstrieren vor dem Trierer Dom. Sie forderten den Rücktrittr des Trierer Bischofs Stephan Ackermann. Hintergrund der Protestaktion sind die jüngsten Berichte über sexuellen Missbrauch im Bistum Trier durch katholische Priester.

Die Demonstranten riefen unter anderem "Tritt zurück Ackermann, damit es weitergehen kann". Die Opferinitiative "MissBit" kritisierte den Bischof scharf. Er sei seit elf Jahren Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen des sexuellen Missbrauchs. Passiert sei aber in der Zeit kaum etwas, sagte Thomas Schnitzler dem SWR.

Schnitzler ist Sprecher von "MissBit". Er wurde als Kind selbst vom damaligen Kaplan von St. Bonifatius in Trier-Kürenz sexuell missbraucht. Eigene Recherchen von Schnitzler zeigen, dass der Priester dem damaligen Bischof Stein offensichtlich als Täter bekannt war. Dennoch durfte er als Priester weiterarbeiten.

"Nur in dem Bistum, wo der Missbrauchsbeauftragte herkommt, gibt es keine Aufarbeitung."

Für Schnitzler ist es unerträglich, dass seiner und andere Fälle vom Bistum immer noch nicht aufgearbeitet wurden. Schnitzler: "Bischof Ackermann hat bereits 2010 eine Aufarbeitung gefordert. Und es ist bisher nichts dergleichen geschehen. Da ist das klar, dass wir enttäuscht sind und von Bischof Ackermann keine konstruktive Aufarbeitung erwarten."

Trier

Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche Bischof in Trier lehnt Rücktritt nach "Spiegel"-Bericht ab

Der Trierer Bischof Ackermann lehnt nach einem "Spiegel"-Bericht über Missbrauchsfälle im Bistum Trier einen Rücktritt ab. Das Magazin hatte über jahrelange Vertuschung berichtet.  mehr...

Trier

Missbrauchs-Skandal im Bistum Trier MissBit: Bischof nimmt es mit zügiger Aufarbeitung nicht ernst

Die Unabhängige Aufarbeitungskommission will zunächst eine Studie in Auftrag geben, die alle Missbrauchsfälle erfasst. Eine Opferinitiative befürchtet langwieriges Verfahren.  mehr...

Am Mittag SWR4 Rheinland-Pfalz

Trier

Nach "Spiegel"-Recherche Trierer Missbrauchs-Opfer fordern Rücktritte von Bischöfen

Ein Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" sorgt für Wirbel im Bistum Trier. Darin werfen Missbrauchsopfer der Kirche Verschleppung bei der Aufarbeitung ihrer Fälle vor.  mehr...

STAND
AUTOR/IN
SWR