Die USA bauen ihre Investitionen in ihre Militärstandorte in Rheinland-Pfalz stark aus. Allein in den Standort Baumholder sollen 207 Millionen US-Dollar fließen. Das hat Innenminister Roger Lewentz (SPD) nach Gesprächen in den USA mitgeteilt. (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Innenminister Lewentz in den USA

USA investieren 207 Millionen Dollar in ihren Militärstandort Baumholder in RLP

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Die USA bauen ihre Investitionen in ihre Militärstandorte in Rheinland-Pfalz stark aus. Allein in den Standort Baumholder sollen 207 Millionen US-Dollar fließen. Das hat Innenminister Roger Lewentz (SPD) nach Gesprächen in den USA mitgeteilt.

Das Pentagon habe ihm bestätigt, dass der Regierungsentwurf des US-Haushalts 207 Millionen US-Dollar für Baumholder vorsehe, erläuterte Lewentz dem SWR. Dadurch sollten die Rahmenbedingungen für neue Truppenstationierungen geschaffen werden. Es sei klar, dass Baumholder verstärkt werden solle und die Investitionen fließen würden. Gebaut würden unter anderem Wohnhäuser, Schulen und ein neues Hauptquartier.

Auch Ramstein und Spangdahlem werden ausgebaut

Auch in die US-Militärstandorte Ramstein und Spangdahlem sowie in ein neues US-Hospital in Weilerbach solle kräftig investiert werden, so Lewentz. Für die nächsten Jahre hätten die USA ein Inventar von einer Milliarde Dollar vorgesehen. Die Drehscheibe Rheinland-Pfalz sei logistisch hervorragend geeignet, um die NATO-Gebiete abzusichern.

Erste Washington-Reise von Lewentz in Bidens Amtszeit

Seit Samstag ist Lewentz in den USA. Dabei begleitet ihn auch der Kommandeur des Landeskommandos Rheinland-Pfalz der Bundeswehr, Oberst Stefan Weber. Die Reise ist eigentlich ein Routinebesuch, steht aber unter dem Zeichen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine. Es ist die erste USA-Reise des Ministers in der Amtszeit von US-Präsident Joe Biden. Dieser war im Januar 2021 vereidigt worden.

Wie wirkt sich Ukraine-Krieg auf US-Standorte aus?

Lewentz hatte schon im Vorfeld seiner Reise die Bedeutung des regelmäßigen Austauschs zwischen Rheinland-Pfalz und den USA betont. "Gerade in Zeiten, in denen sich Europa neuen und lange überwunden geglaubten Bedrohungen ausgesetzt sieht, ist der regelmäßig gepflegte Austausch von enormem Wert. Die Auswirkungen der aktuellen sicherheitspolitischen Lage auf die US-Standorte in Rheinland-Pfalz werden im Mittelpunkt der Gespräche stehen", sagte Lewentz vor seiner Abreise.

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