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Rund einen Monat nach der Amokfahrt in Trier hat der mutmaßliche Täter noch keine Angaben zum Motiv gemacht. Dazu gebe es bisher keine Einlassungen, teilte ein Polizeisprecher mit.

Eine 50-köpfige Sonderkommission sei derzeit dabei, das Tatgeschehen anhand von Zeugenaussagen, Spuren und Videos zu rekonstruieren. Bislang hätten sich bei der Polizei etwa 430 Zeugen gemeldet, insgesamt würden mehr als 500 Hinweise bearbeitet werden, so Polizeisprecher Karl-Peter Jochem.

Große Hilfsbereitschaft nach Amokfahrt

Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) sagte am Mittwochabend im SWR Fernsehen, die Menschen in Trier zeigten eine große Solidarität mit den Opfern der Amokfahrt. "Es gibt Kinder und Jugendliche, die ihr Taschengeld spenden, mal fünf Euro", sagte Leibe. "Die Familien der Opfer, die nehmen das auch wahr, dass über diese Spende signalisiert wird: Wir sind bei euch." Nach Angaben der Stadt haben bisher fast 10.000 Menschen mehr als 940.000 Euro auf das von der Stadt eingerichtete Spendenkonto gespendet.

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Stadt Trier will Stiftung gründen

Das Geld soll den körperlich und psychisch Verletzten, sowie den Angehörigen der Todesopfer zugute kommen. Deshalb werde eine Auszahlungsstiftung gegründet, so die Stadt. Derzeit würden dazu Gespräche mit der Aufsichtsbehörde ADD und dem Finanzamt geführt.

"Diese Amokfahrt hat die ganze Stadt tief erschüttert."

Viele Menschen würden trauern, weil sie Betroffene kennen und weil ihnen bewusst geworden sei, dass es jeden hätte treffen können, der gerade in der Innenstadt unterwegs war, so Leibe.

Frage nach dem "Warum?" bleibt

Triers Oberbürgermeister ist sich sicher, dass die Tat Spuren in der Stadt hinterlassen werde. Solange nicht geklärt sei, warum der Täter diese Tat begangen habe, werde das Thema weiter viele Menschen beschäftigen. Die Gedenkorte in der Trierer Innenstadt sollen unterdessen weiter bestehen bleiben.

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